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12.12.2013

Meine Patientin ist losgezogen. Glücklicher, als sie hergekommen war. Ich habe jetzt Mittagspause und tigere irgendwie durch die Räume. Komisch. Irgendwas lässt mich nicht ruhen. Ich setze mich, stehe wieder auf. Trinke einen ganz hervorragenden Kaffee, aber er begeistert mich nicht. Was ist los?! Frage ich etwas vorwurfsvoll nach oben und bekomme prompt Bilder. Ich sehe mich selbst, die kleine Querstraße gegenüber entlang gehen, ein belegtes Brötchen in der Hand im Park Sans Souci und - ach nee - im Kreuzgang bei der Jesusstatue.
Na wenn das soo ist...

Als ich vor die Tür trete, schleppt gerade ein Mann einen Fernseher vorbei und eine Frau keift quer über zwei Straßenzüge unverständliches Zeug. Mehrere Passanten schütteln über diese unangenehme Art den Kopf. Deren armer Ehemann tut mit resignierter Mine, was sie will. Oh oh. Die lasse ich lieber schnell hinter mir und tatsächlich bekomme ich bei dem Bäcker auf der Ecke etwas Vegetarisches mit Körnern. Das hätte ich dem Laden gar nicht zugetraut. Fröhlich kauend stapfe ich etwas später durch den Park. Da ich nicht mit vollem Mund bei Jesus ankommen will, mache ich eine größere Runde und bleibe perplex stehen. Es ist heute nebelig und das hat -zusammen mit meinen Energieerhöhungen der letzten Zeit- den Effekt, dass ich die Aura der Bäume und Sträucher so klar sehen kann, dass es nun wirklich nicht mehr angebracht ist, das für Einbildung zu halten. Ich staune und spreche mit den Bäumen, bleibe bei mehreren stehen, um mit der Hand oder geich mit dem ganzen Körper in deren Energiefeld zu treten. Sie fühlen sich alle unterschiedlich an. Was mich ein bisschen unruhig macht: es ist Dezember! Eigentlich sollten sie schlafen und eine wesentlich ruhigere Ausstrahlung haben. Oder liegt es an den Rauhnächten, die in 12 Tagen beginnen?

Beim Kreuzgang angekommen geht alles super schnell. Die Energie kommt ohne Verzögerung direkt durch mich durch. Ich kreisele ein bisschen, bevor sich der Strom und ich aneinander angepasst haben. Das Kreiseln ist neu. Also Schwanken kenne ich und so bisschen hin- und her geschoben werden. Aber so ein ganz gleichmäßiges Kreisen ist neu. Als es gleichmäßig genug ist, um es zu beobachten und zu verstehen, erkenne ich eine Art Doppelhelix. Sie kommt von oben und geht durch mich durch bis in die Erde. Bei dieser Konstellation von Kreisbewegung zweier Leiterstränge wirkt es optisch fast so, als würde sich ein Teil hinab und der andere empor winden. Tun sie aber nicht - sie gehen paarallel von oben nach unten durch mich hindurch.

Die Doppelhelix wird verankert. Ich kann dabei zusehen. Dann ändert sich meine Perspektive und ich sehe, dass da jemand aus der geistigen Welt dies tut. Wow. Geübte, gezielte "Hand"griffe. Er hebt mich aus etwas heraus, das mir klebrig bis über die Knie gereicht hat. Dabei komme ich mir vor, wie etwa 12 Jahre alt. Weiterhin streift er etwas von mir ab. Arrangiert hier etwas und tut dort etwas, als würde er mich für eine Art Tanz/Spiel zurechtmachen. Ich lasse alles geschehen und habe Spaß beim Zuschauen.

Dann tut er etwas mit meinen weißen Flügeln. Kann ich aber hinter meinem Rücken nicht sehen. Ich frage "Und was mache ich daaaamit?" Er lacht und meint, er könne sie ja wieder wegnehmen. Schnell wehre ich ab "Nein nein! Ich werde es schon rausfinden." Ursprünglich hatte ich etwas anderes fragen wollen. Nämlich ob die "echt" sind - das wäre auch eine doofe Frage geworden. Ausgelöst war meine Überlegung aber nur davon, dass ich mich als "Weissefluegel" zwischen den Drachen im Vergleich zu jetzt so unecht gefühlt habe. Ich hatte meine Flügel einfach einer anderen Existenzebene zugeordnet und bin nun überrascht, so ein "Kostüm" angelegt zu bekommen. Nun ja. "Die" werden sich schon was dabei gedacht haben.

Er gibt mir einen Segen und Kuss auf die Stirn. Jetzt scheint alles an mir fertig zu sein, was er zu tun hatte. Eingehüllt sind wir beide in smaragdgrünes und weißes Licht. Dann werden meine Chakren erneut aktiviert und gereinigt. Es summt und wird warm. Trotz drei Grad feuchtkaltem Wetter spüre ich Hitze in meinen Energiezentren.

Die bis in die Erde verankerte Doppelhelix nimmt noch einmal meine Aufmerksamkeit in Anspruch. Ich folge ihr durch meine Fußchakren bis ganz in die Tiefe. Noch tiefer und tiefer. Dann wendet sich meine Sichtweise und ich erkenne, dass sie DURCH die Erde hindurch geht zurück zur Quelle. Es ist kein Anfang und kein Ende. Die Idee der Kausalzusammenhänge/Aktion/Reaktion funktioniert nur in Dimensionen, die an Zeit gebunden sind. Da draußen existiert aber keine Dimension, die Zeit heißt. Wie zitierte Terry Pratchett so schön? Der einzige Zweck der Zeit besteht darin, zu verhindern, dass alles auf einmal geschieht.

Ohne die Dimension Zeit wären ERFAHRUNGEN und LERNPROZESSE, wie wir sie kennen, nicht möglich.

Alles ist EINS - Alles ist JETZT - Alles ist ICH

Ich erkenne, dass ich noch einmal leichter und zuverlässiger Licht aussenden kann und bin ungeduldig, es sofort zu versuchen. Ich freue mich auf alle Patienten, damit ich sie so behandeln kann und möchte jetzt aber wirklich los und ... Er lacht und ermahnt mich: "Na dann leg los, Sternenkind! Aber immer schön erst über die Doppelhelix einklinken, dann Licht und Heilung geben!" Die Kirchturmglocke schlägt, als wolle sie das an mir vollbrachte Werk bestätigen.

Bevor ich losrenne, um MEHR Bäume in ihrer Aura zu bewundern und MEHR Energie zu verbreiten, verstehe ich noch, dass ich die Flügel benutzen kann, um eine Verbindung nach oben zu bekommen, wenn ich Fragen habe. Cool!

Als ich fröhlich zurück zur Praxis komme, sehe ich, dass der Mann nicht nur einen, sondern drei Fernseher, dazu noch einen Schrank und diverse andere Sperrmöbel an der Straße vor der Praxis abgelegt hat. Bingo! Ich überlege seit ein paar Tagen, wo ich das Regalbrett entsorgen kann, dass nach dem letzten Umzugs-Umbau in meiner Küche übrig geblieben war.

nach oben!