reiki - und wie ich dazu kam


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also angefangen hat alles schon viel früher, als ich noch kind war - da wusste ich nur nicht, dass es der anfang von irgendwas ist. es passierten einfach so komische sachen und ich habe immer versucht sie nach den regeln der schulmedizin wegzuerklären - so wie ich das von den erwachsenen gelernt hatte. das war gar nicht so einfach, sag' ich euch!

tjo ... und dann kam da so ein großer blonder in mein leben gestolpert. zufall? (zufall ist, wenn einem etwas zufällt) und der fand diese dinge gar nicht so absonderlich und erklärte sie auch gar nicht weg. im gegenteil. der war selber so :o) der konnte mir fragen beantworten, die ich noch nicht gestellt hatte und er wusste instinktiv, wie es mir geht, bevor ich was sagen konnte. umgekehrt ging es mir genauso. ich wusste dinge, ohne dass er was sagte. ich sah sie förmlich mit dem herzen. in der rubrik zufälle habe ich ein paar wenige dieser begebenheiten aufgeschrieben.

während meiner zeit mit dem großen blonden tauchte bei uns beiden zur gleichen zeit eine art stirnbrennen auf. es meldete sich immer dann besonders stark, wenn wir aneinander dachten oder etwas wichtiges passierte. dieses stirnbrennen fühlt sich für mich so an, als würde sich quer über meiner nasenwurzel ein riss befinden, aus dem weißblaues sehr helles licht strömt.

nun wollte ich versuchen zu erklären, warum sowas geht. alles dieses fühlen-können und das wissen und das brennen auf der stirn. ich kam auf die idee der seelenverwandschaft. nun ja - diese these gab ich auf, als ich merkte, dass ich auch bei anderen menschen so etwas konnte. der große blonde war zu der zeit unerreichbar und ich konnte ja nicht mit allen seelen verwandt sein. das aufgeben dieser so großartigen, nahezu beruhigenden idee dauerte aber eine weile. ;o)

man stelle sich vor, man umarmt einen menschen und WUSCH ist da ein bild im kopf. grau. kleine korallenähnliche, krümelartige dinge ... ich frage:
"hee. woran hast du gedacht?"
"ganz ehrlich? also ich sah über deine schulter hinweg die katzenstreu."
"oops! das sah in meinem kopf eben genauso aus..."
"echt? mach nochmal!"
noch eine umarmung. ZOSCH! orangerote verschmierte farbe mit silberglänzenden strichen. aber es war ganz schnell weg
"und? was hast du gesehen?"
" orangerote farbe, silberglänzende striche darin, es war schnell weg ... und woran hast du gedacht? sag schon!"
erstauntes gesicht "an einen ferrari testarossa. rot mit viel chrom. sauschnell..."

so in der art passierten einige dinge. seelenverwandschaft fiel aus der reihe der möglichen möglichkeiten und sherlock holmes war der auffassung, dass das was am ende übrig bleibt die lösung sein muss, egal wie unwahrscheinlich sie wäre. na toll. ich fand es nicht okay, dass ich gedankenlesen können sollte. es musste noch eine andere erklärung geben. aber wo suchen?

ich kam nicht zum suchen, weil ein kleinerer dunkelhaariger mitten in meine gedanken schlidderte. noch ein zufall? (zufall ist, wenn einem etwas zufällt... aber andauernd?) er kniete abends auf der erde und tat nichts. ich saß leise daneben und staunte und wunderte, wie man nichts tun konnte. bei der nächsten gelegenheit fragte ich ihn, was er da macht. "meditieren." aha. das hatte ich noch nie wirklich gemacht. meine reisen ins drachenland sah ich niht als wahre meditation an. nun, es hörte sich richtig an und ich setzte mich dazu.

"was genau tut man, um zu meditieren?"
"als erstes, bevor ich mich hier hinsetze dehne ich alle meine muskeln und entspanne den körper auf diese weise."
wir wursteln und dehnen und entspannen uns und dann knieen wir uns hin.
"und jetzt?"
"du hältst deine hände hier so unterhalb des bauchnabels"
(die hände sind nach oben offen, die rechte hand liegt locker in der linken, die daumen berühren sich knapp. es sieht aus, als würde man jemandem den durchmesser einer untertasse zeigen wollen - nur oval eben, unterhalb des bauchnabels.)
"deine wirbelsäule sollte gerade sein, also lass den kopf ein klein wenig sinken und kippe das becken leicht vor."
"okay. und jetzt?"
"jetzt atme gleichmäßig und stell dir vor, dass du deine ganze energie dort in deinen händen sammeln kannst."

wir sitzen uns gegenüber und ich stelle mir vor, dass die energie in meine hände fließt. cool! ich meditiere! nach etwa fünf minuten fühle ich einen warmen ball aus nichts in meinen händen. er wird immer wärmer... ich bin ein wenig erschrocken, denn mir wird klar, dass ich nicht die nächsten jahre meines lebens hier so sitzen und die energie vor meinem bauch festhalten kann. ach du liebes bisschen!

"was mach ich jetzt damit?"
"womit?"
es fühlt sich an, wie ein warmer ball aus luft/energie... ich kann die doch nicht einfach fallen lassen. oder?"
"wow! ich hab da noch nie was gemerkt..."
wir schauen uns beide an und sind ratlos.
"gib es vorsichtig her." sagt er nach einer weile
langsam bewege ich meine hände auf ihn zu. er hält seine darunter und ich lege den warmen ball aus "irgendwas" in seine hände. er hebt ihn leicht an und pustet die energie zwischen uns in den raum. uff! was'ne aufregung!

ich bin irgendwie erleichtert und andererseits super-neugierig, was das für energie war und was man unter umständen damit anfangen kann. es schien wenig sinnvoll, sie nur zu sammeln, wenn man sie nicht irgendwem zuführen konnte. ich probierte von dem tag an oft mit dieser energie rum. ich gab sie dem dunkelhaarigen, mir selbst, meinen zimmerpflanzen und der katze. es passierte nichts schlimmes. nur eine winzige tatsache: ich beschäftigte mich mit mir und das löste eine weitere woge von ereignissen aus.

als ich wieder einmal mit dieser energie herumspielte und meine hände in geringem abstand an meinen armen und beinen entlanggliten ließ, kam ich auf die idee meinen seit zehn jahren wachs-unwilligen zehnagel zu reanimieren. ich hielt also meine hände darüber und stellte mir vor, dass sich alle zur verfügung stehende energie dort sammeln würde. mein zeh wurde sehr schnell sehr warm, fast heiß. ich nahm das als gutes zeichen und nahm mir vor, das oft zu wiederholen und den zehnagel zu beobachten. zu dieser zeit war er kaum mehr als zwei millimeter "echt". am zweiten oder dritten abend funktionierte das warmwerden nicht mehr und ich fragte mich, was das bedeuten könnte. ich fand keine konkrete antwort aber ein gefühl.

als ich langsam an meinem fuß und bein entlang nach oben wanderte mit meinen händen fand ich am fußgelenk eine kalte stelle. komisch. bildete ich mir das nur ein? ich bewegte meine hand langsam vom fuß über den knöchel zum bein und zurück und jedesmal konnte ich diese kalte stelle fühlen. ahja. ich schlussfolgerte, dass da sowas wie eine blockade sein musste, an der meine energie nicht vorbeikam und deshalb der zeh nicht mehr warm wurde. hhhm. und nu? ich hielt meine hände lange über die kalte stelle. sie fühlte sich danach besser an, aber es machte nicht "klick".

ich schlief eine nacht drüber und träumte prompt davon, dass mein zehnagel wieder gesund und glatt daher kam. na, wenn das kein zeichen war! am abend setzte ich mich also wieder hin und sammelte meine energien und suchte die kalte stelle. sie war höher "gerutscht". knapp unter dem knie fand ich sie wieder ;o) ich hielt meine hände darüber und es gelang mir wieder nicht das kalte wirklich aufzulösen. ich musste die energie irgendwie konzentrieren oder unterstützen! ich könnte mir zum beispiel den traum wieder vor augen führen. das ging genau bis zu der wichtigen stelle - den zehnagel selber konnte ich mir nicht gesund vorstellen. es ging einfach nicht. das seit zehn jahren geprägte kranke bild war stärker. ich hatte keine idee.

die drachen halfen mir aus der misere. bei meinem besuch vom 19.08.03 habe ich meine eigenen füße in sandalen stecken sehen und der linke große zehennagel war heil. dieses bild konnte ich mitnehmen und behalten. ich habe es von da an immer ganz bewusst zusammen mit der energie in meinen fuß geschickt. und was soll ich euch sagen? heute (12.11.2003) ist der zehnagel fast wieder komplett (es fehlen nur noch ein/zwei millimeter bis zur kuppe). *breitgrinz* das hat meine ärztin in zehn jahren nicht geschafft und auch nicht mehr geglaubt.

warum schreibe ich diese zehnagelgeschichte auf? sie war ein weiterer anlass, über energien nachzudenken. wo kommen sie her? wo gehen sie hin? wie lenkt man sie? wie kann man sie an- und abschalten? haben alle menschen "sowas"? kann man das vertiefen, lernen? tausend neue fragen taten sich auf obwohl die "alten" noch gar nicht geklärt waren...

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