recens


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07.07.2005

immer wieder wache ich in letzter zeit vor dem weckerklingeln auf. einschlafen kann ich dann nicht wieder. meist schau ich in den anbrechenden tag hinaus und lass meinen gedanken freien lauf. heute wär ich gern nochmal eingeschlafen, weil heute (wie jeden zweiten tag) jogging angesagt ist. das macht sich schon besser, wenn man ausgeschlafen ist. das mit dem schlafen wird aber nix - es zieht mich ins drachenland. ich staune und frage mich, ob ich das überhaupt noch kann. scheinbar schon, denn bevor ich den satz zu ende denke, bin ich schon dort. aber ... *schrei* ... was ist das denn?!

auweia. in meinem rücken spüre ich die schroffe kälte einer felswand. ich kann meine hände nicht rühren, unter meinen füßen habe ich keinen boden. mein kopf ist auf meine linke schulter gesunken. alles in mir ist resignation und aufgabe. ich zwinge mich regelrecht, die augen zu öffnen. ich will den rest der situation sehen. gefangen bin ich. von wem oder was oder wieso weiß ich nicht. ich frage mich nur, wohin die kriegerin in mir verschwunden ist. mein langes haar ist schmutzig und auch ich selbst, soweit ich das aus meiner perspektive einschätzen kann, bin vollkommen verwahrlost. der raum ist von einem winzigen lichtloch links über mir erhellt. alles andere ist felshöhle. seltsames holzgerät steht im hintergrund an der wand, der boden ist ebenfalls nackter stein - allerdings glatt gehauen und nicht naturbelassen schroff wie in meinem rücken und an den restlichen wänden.

halb rechts vor mir nehme ich im halbdunkel zwei wächter wahr. ihre gesichter oder statur kann ich nicht klar erkennen. sie sind durch das schwache licht mehr schemen als materie. ich spüre eine veränderung in ihrer aufmerksamkeit, als ich meine schultern straffe und die innere kriegerin wieder zum leben rufe. mein gesamter habitus und meine ausstrahlung muss sich verwandeln, denn ich spüre angst mir gegenüber. von innen heraus erstrahle ich regelrecht und wachse wieder zur vollen größe. kräfte erwachen und unter meinen füßen ist wieder boden. ich drehe mich kurz um: hinter mir baumeln die ketten lose an der felswand, in denen ich eben noch gefangen war. mit beiden händen halte ich mein schwert fest umfasst und schwinge es mit aller wucht ohne ein winziges zögern gegen die vordere wache. der mann ist auf der stelle tot und ich warte darauf, mitleid oder ekel oder angst angesichts seines todes zu empfinden. aber nichts. da ist nichts in mir außer innere größe und stärke. die zweite wache flieht nach einem blick auf den toten kameraden und meine schwer atmende gestalt. noch immer halte ich das schwert wie zur verteidigung erhoben vor mir.

mein brustkorb hebt und senkt sich schwer. auch im hier und jetzt kann ich fühlen, dass mein puls in die höhe geschnellt ist und ich nehme wahr, dass ich vor mir ein imaginäres schwert in den händen halte. ich glaub das gab es bisher bei keiner anderen drachengeschichte, dass ich mich analog zum drachenland auch hier bewegt habe... aber darüber nachzusinnen habe ich gar keine zeit. ich muss hier raus. ich gehe durch den felsgang, in den die wache verschwunden ist udn wende mich nach links. der gang durch die höhle ist dunkel, eng und kalt. die luft ist feuchtkalt. vor mir gabelt sich der gang ypsilon-förmig. ohne zu zögern wende ich mich nach links. in meinem bewusstsein ist plötzlich die gewissheit, dass ich von einem inneren licht geführt werde. ich hab das schwert schon lange sinken lassen. die gänge sind viel zu schmal, wenn ich es erhoben vor mir tragen wollte würde ich überall hängen bleiben.

bald erscheint vor mir tageslicht. aus dem kleinen fetzchen wird ein manns(frau)hoher spalt im felsen. ich muss mich echt hindurchquetschen, so schmal ist es. draußen ist sonne. sonne! wärme! tageslicht! unter meinen füßen ist eine saftige wiese. kühl und weich umschmeichelt sie meine füße. mit erhobenen armen drehe ich mich einmal voller freude im kreis, bevor ich mich ins gras fallen lasse und einfach nur sonne, licht und wärme tanke. meine reserven füllen sich. das leder und der stoff meiner "rüstung" geben die feuchte kalte höhlenluft für warme trockene her, meine haut ist nur noch oberflächlich kühl.
wow! ich fühle mich wie neu geboren!

lange liege ich einfach nur da und genieße. blinzele in die sonne und spüre der wärme in meinem körper nach. irgendwann überwiegt der drang nach wasser. ich muss den ganzen dreck abwaschen. mein haar und meine kleidung haben einen wandel mitgemacht, mein gesicht aber und meine restliche nackte haut sind staubig und verschmiert. ich laufe bergab an einen kleinen langsam dahinplätschernden bach. an einer seichten stelle hocke ich mich ans wasser. eine libelle fliegt verstört davon und auf der wasseroberfläche flitzt ein wasserläufer zwischen ein paar schilfrohre. ich sehe sogar eine kaulquappe. so viel getier auf einem fleck!

ausgiebig wasche ich mein gesicht. auf dem seichten uferwasser laufen kreisförmig die wellen bis zum bachlauf. dort verlieren sie sich in der sanften strömung. als das wasser wieder ruhig daliegt möchte ich mein gesicht betrachten, aber es geht nicht. ich habe kein spiegelbild. die umgebung spiegelt sich klar wieder, aber mein gesicht nicht. seltsam. eine innere stimme sagt mir "du hast deins elbstbild verloren" ich antworte ihr stumm "dann werd ich es wohl suchen müssen"

ich stehe auf. die szene dreht sich. wo eben noch süden war ist jetzt norden. ich bemerke vereinzelte laubbäme, wo eben noch der berg aufragte, aus dessen tiefen ich mich befreit habe. lange zeit zum wundern habe ich nicht, denn da steht ein pferd vor mir. schneeweiß mit zaumzeug aus weißem leder mit goldglänzendem metall besetzt. muss das so kitschig sein? das pferd bleibt so kitschig wie es ist und ich steige auf. reiten kann ich nicht, aber in größtem selbstverständnis versuche ich mich telepatisch mit dem schönen tier zu verständigen. das geht nicht. kein stück. ich will mich instinktiv nach rechts wenden, doch das pferd geht ruhigen schrittes nach links.

irgendwas an dem pferd ist komisch, außerdem finde ich den sattel nicht so angenehm. ich schaue vor dem pferd den weg entlang und im augenwinkel nehme ich war, dass es von jemandem am zaumzeug geführt wird. wenn ich aber versuche, diese person mit den augen zu erfassen, verschwindet sie ganz und gar. schaue ich bewusst an der person vorbei, kann ich sie wahrnehmen. eine hellbraune kutte mit kapuze. von der statur her ein mann. ich glaube, es ist einfach sein job. er hat noch nie was anderes gemacht und wird vielleicht auch nie etwas anderes tun, als mit dem pferd zwischen dem ufer des baches und ... ja wohin führt mich diese gestalt eigentlich? vor uns dreien tauchen einfache holzhäuser auf. wie in einem klischee-überladenen westernfilm, reihen sich links und rechts der staubigen straße häuser aneinander.

zwischen den ersten häusern bleibt mein führer stehen. andere dieser nicht wirklich anwesenden gestalten nehmen ihn und das pferd in empfang und ich weiß instinktiv, dass ich diese straße entlanggehen muss. der ganze otr ist echt unheimlich. aus den häusern dringen kummervolle geräusche an meine ohren. aber in mir drin warnt mich etwas. ich kann und soll nicht von meinem weg abweichen. folgte ich den meiner meinung nach hilfebedürftigen, würde ich in mein verderben rennen. das weinen und jammern auszublenden fällt mir unglaublich schwer. verbissen lenke ich meine gedanken ab. schon ist das ende der straße zum greifen nah. ich beginne zu rennen und ...

... pralle einfach von irgendwas unsichtbarem ab. ich kann nicht einfach so aus der stadt heraustreten. zwischen den letzten beiden gebäuden ist sowas wie ein kraftfeld?? zum nachdenken drehe ich mich um und setze ich mich auf den staubigen boden. mit blick die straße zurück lehne ich mich an die mauer aus ernergie und falle einfach durch sie hindurch. na holla! schnell springe ich wieder auf die beine. war die lösung des problems, dass man nur rückwärts durch diese wand kommt?

hier ist ein wald voll hoher schön gewachsener kiefern. der boden ist weich, voller moos und kiefernnadeln. es duftet wunderbar frisch nach wald. zwischen den wirklich hohen bäumen blinzelt herrlich die sonne hindurch. ich erklettere eine der kiefern und versuche zu fliegen, aber es gelingt nicht. bin ich gar kein drachen mehr? ich rufe recens. er komtm auch herbei, aber aus der krone der kiefer kann er mich nicht herausfischen. obwohl ich artistisch ohne mich festzuhalten in den dicken ästen des baumes stehe und mich strecke... es geht nicht. ich schließe die augen, strecke mich, biege leicht meinen körper den tragenden lüften entgegen... ich komme nicht vom fleck. nach ein paar versuchen klettere ich ein paar äste tiefer und lege mich hinein, wie in eine stabile hängematte. ich ruhe mich aus und lausche auf meine umgebung. an "meinem" baum ist was. ich schaue hinter mich und bekomme einen gehörigen schreck. ein ausgewachsener braunbär kommt zu mir in das bett aus dicken ästen. er ist einfach riesig.

eilig mache ich ihm platz. angst habe ich keine. ganz mutig beginne ich ihn zu streicheln. das fell ist weich und dick. er genießt die streichleinheiten und überhaupt habe ich den eindruck, dass er zu mir gehört (oder ich zu ihm - wie man es nimmt). telepatisch verständigen kann ich mich aber auch mit ihm nicht. ich kann mich nur auf mein gefühl verlassen und das sagt "prima! alles in ordnung. so muss es sein." inzwischen habe ich mich auf den rücken des bären gelegt, wie ein affenbaby auf dem rücken seiner mutter. mit der rechten kraule ich ihm den hals, das gesicht habe ich tief in sein weiches nackenfell gebettet und denke vor mich hin: "wer er wohl ist? alles im drachenland ist so anders. wer wird mir noch begegnen?" ich hab's noch nicht ganz zu ende gedacht, da höre ich lärm. auch der bär hebt den kopf. wir sehen einen schwarzen panther, der sich mit einem artgenossen balgt. ernst sieht das nicht aus - eher spielerisch, obwohl sie sich auch anfauchen. mir fallen die beiden niederbayern aus salzburg ein. ich glaub die beiden sind das.

obwohl wir mit den großkatzen nichts zu schaffen haben, klettern wir vom baum herunter. ich frage mich, ob sich mir der bär auch irgendwann zu erkennen gibt, da richtet er sich direkt vor mir auf die hinterbeine auf. links hinter mir ist irgendwas bedrohliches im wald. furchteinflössend sieht er jetzt aus. ich bin schwer beeindruckt und das, was uns da bedroht hat scheinbar auch, denn es flieht auf nimmerwiedersehen. seite an seite laufen wir weiter über den weichen boden des waldweges. der bär gibt die richtung vor. mit der rechten hand im fell seines rückens laufe ich neben ihm her...

als es zeit ist, sich auszuruhen, legen wir uns dicht an dicht unter einen baum. ich kann gar nicht genug bekommen von seiner nähe, so geborgen fühle ich mich bei ihm. alle erdenklichen positionen und haltungen koste ich aus. mal kuschle ich mich ins weiche fell seines bauch, dann wieder schiebe ich mich halb unter seine vorderpranke. nach einer weile muss ich innerlich über mich schmunzeln. von der stolzen kriegerin, die sich heute mit purer willenskraft aus den ketten befreit hat, ist hier gerade nichts zu merken. da endlich kann ich stillhalten und einschlafen. ich verabschiede mich vom bären und dem drachnland-ich. als ich mich nochmal umdrehe kann ich an meinem rücken kleine drachenflügel sehen und muss lächeln. bald werd ich wieder fliegen können...

im hier und jetzt muss das geplante joggen - so leid es mir tut - ausfallen, denn ich muss das unbedingt alles aufschreiben. ganz fest vorgenommen hab ich mir auch, den nächsten besuch des drachenlandes nicht wieder so lange aufzuschieben. erstens kann an da zwischendrin in gefangenschaft geraten und zweitens bin ich jetzt natürlich gespannt, ob ich mein selbstbild wiederfinde, wo ich es finde, wer der bär ist ... und überhaupt! und neugier ist eine starke triebfeder!

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22.09.2004

ich hab zeit. zeit für mich. zeit für's drachenland. die will ich nutzen.
um mich zu schützen, stärke ich meine chakren, indem ich sie mit ihren entsprechenden farben und energien fülle. sie schließen sich zu einer weißen energiekugel zusammen...

"recens" denke ich, und schon bin ich im drachenland. wieder bin ich so riesig, dass ich da gar nicht reinpasse. aber das ist der ort, wo man alles kann und so versuche ich, mich klein zu denken. das geht allerdings nicht. ich bin riesig. irre groß. die fläche meines fußes entspricht fast der fläche der wiese, auf der recens gerade liegt. was denn nun? ich gehe davon aus, dass ich auch als riesin, einen kleineren teil von mir auf diese reise schicken kann. das geht wirklich. die riesin sieht von außen zu. eine perspektive, wie in eine glaskugel zu schauen, in der wie unter einer lupe vergrößert, sich die szene abspielt. der kleinere teil meiner selbst ist bei recens auf der wiese. ich begrüße ihn herzlich. ich bin ganz aufgeregt und plappere munter los.

die frau mit den verbundenen augen, die ich am 29.08.2003 bei recens auf der wiese getroffen habe, ist im lichtkreis aufgetaucht. woher ich das weiß? ich weiß es einfach. sie hat erzählt, dass sie eine drachenhüterin(?) ist und als ich eben ins drachenland kam fiel mir die begegnung auf der wiese wieder ein. es passt einfach zu gut. sie ist es. bestimmt. und ich erzähle recens, dass ich ab dem 22.10. wirklich ledig sein werde - auch auf dem papier. und ich erzähle ihm von dem mann aus dem wasser, dem ich in der vision vom 20.09.2004 begegnet bin und am ende auch von dem geschenk, welches ich in birnau von maria erhielt - das könnte demnächst ein reisebericht auf silverdarkness.de werden - maria öffnete/weihte mein halschakra, so dass es zu einer leuchtend hellblauen kugel wurde. so wie meine gedanken mein halschakra berührten, macht sich ein druck auf meinen kehlkopf bemerkbar. ich streckte meinen hals, damit dies nachlässt und sehe, wie in einer anderen sphäre heiler etwas aus meinem ätherischen körper in höhe des halschakras entfernen - wow! ich lasse sie machen und versuche lediglich, bewusster zu atmen.

meinen rücken an recens' bauch geschmiegt, erhebt er sich mit mir in die luft. auf diese art sind wir noch nie geflogen. entweder ich ritt auf ihm oder flog selber. es erinnert mich daran, wie der mann mit mir durchs wasser glitt... ich genieße die aussicht und meine gedanken ziehen mich zum wasser. im sturzflug setzt mich recens im meer ab. ich bin wieder an den kleinen hütten (10.06.2004), welche mit stegen miteinander verbunden sind. ich gehe auf einem der stege von einer hütte zur nächsten. das holz ist dunkel wie mahagoni und warm von der sonne des tages. ich rieche das salzige meer und den duft des warmen holzes. der mond steht am wolkenlosen himmel. ich bin ganz in seine betrachtung versunken, als mich jemand zu sich zieht und mir einen kuss gibt. ein mann. dunkle nicht ganz kurze haare. er sitzt so auf dem rand des steges, so dass seine beine im wasser baumeln.

er nimmt mich mit auf eine reise. wir gleiten nebeneinander unter wasser dahin in nordöstlicher richtung. unsere bewegungen gleichen denen von delphinen. am pflanzenbewachsenen ufer einer insel ziehen wir uns bis zur hüfte auf den strand. durch ein paar büsche hindurch sehe ich feuerschein in der dunklen nacht, gesang dringt zu uns herüber. ich will aufstehen und hingehen, aber mein begleiter hält mich an der hand und zieht mich wieder hinunter, flach auf den boden. er legt einen finger auf die lippen und deutet mir, leise zu sein. der geruch des brennenden lagerfeuers weht mir in die nase. wir liegen still am ufer - halb im wasser, halb an land und lauschen dem gesang. irgendwann halte ich es nicht mehr aus und stehe auf, um zu den menschen am feuer zu gehen. der mann verabschiedet mich lächelnd und verschwindet ins wasser.

langsam gehe ich auf die menschen am feuer zu. jetzt kann ich sie auch sehen. es sind alles frauen. sie singen eine einfache melodie, klatschen und wiegen sich dazu im takt. eine von ihnen steht auf der mir gegenüberliegenden seite des feuers und scheint so etwas wie die vorsängerin des liedes zu sein. bei einem anderen lied wird jemand anders den takt angeben - es gibt keine strenge hierarchie. ich setze mich zwischen zwei der frauen, hinter deren rücken ich aus dem busch gekommen bin. sie nehmen mich auf eine ganz natürliche art in ihre mitte auf und ich folge ihrem rhythmus, klatsche und wiege mich mit ihnen, auch wenn ich das lied nicht mitsingen kann.

mit einem mal verstummen sie und drehen sich alle erschreckt in meine richtung um. sie sehen an mir vorbei in den dunklen busch und ich spüre ihre angst, ohne selbst ängstlich zu werden. ein schwarzer panther tritt zwischen den blättern des urwaldes hervor. er ist sehr groß - geht mir bis zur hüfte. ich gehe lächelnd auf ihn zu, streiche über das seidenglatte fell auf seinem kopf und denke ihm zu "geh wieder heim. es ist nicht notwendig, ihnen angst zu machen." der panther schmiegt nocheinmal seinen kopf in meine hand und dreht dann ab - zurück in die tiefe dunkelheit zwischen den bäumen.

kurze zeit später sitzen alle erleichtert wieder um das feuer herum. andere lieder, andere rhythmen, andere vorsängerinnen... spät in der nacht machen sich alle auf zum gehen. eine junge frau, die mir etwa bis zu nasenspitze reicht steht neben mir. sehr liebevoll streiche ich zum abschied über ihr langes glattes haar und ihr gesicht. mein herz scheint dabei förmlich überzulaufen, so tief ist meine empfundene zuneigung. dabei weiß ich gar nicht, wer sie ist.

ich schwimme durch den dunklen ozean zurück. wieder unter wasser - in bewegungen wie ein delphin. rechts und links an meinem hals spüre ich etwas. ich blicke mich von außen an und erkenne lange federige kiemen(?)lappen - deshalb kann ich hier atmen? mein körper schimmert in den farben des ozeans - sehr glänzend und geschmeidig fliegt er durchs wasser, welches im leben hier auf erden gar nicht so sehr mein element ist...

vom gefühl her, lande ich in der nähe der hütten am strand. der sand ist noch immer warm, obwohl es schon die frühen morgenstunden sein müssen. ich zapple wie ein fisch an land und entwinde mich tatsächlich einer art fisch, den ich dann schnell zurück ins meer werfe, damit er an land nicht erstickt. dann laufe ich durch den warmen weichen sand. ich lasse mich hineinfallen und rolle und tobe voller freude den strand entlang. jetzt bin ich ganz bestreuselt voller weißer sandkörnchen. irgendwann bleibe ich liegen und schaue in den himmel. ein hellbrauner bär beugt sich über mich. ich habe sein kommen gar nicht bemerkt. ähnlich wie mit dem panther denke ich ihm liebevoll, dass er ruhig wieder gehen kann. er trottet in richtung wald davon.

ich frage mich, was ich wohl wissen sollte. was ich von diesem ort lerne. ein kleiner japanisch aussehender mann sagt "du wirst alles wissen, was du wissen musst." ich staune und finde mich im sand grabend wieder. etwa dreißig zentimeter tief stoße ich auf etwas glattes, festes. es wölbt sich mir kugelartig entgegen. dunkelbraun fast schwarz, durchzogen von sehr feinen hellen adern und ab und zu ein paar elfenbeinfarbene sprenkel. was ist das? ich betrachte es lange, bevor ich weitergrabe. es entpuppt sich als der bauch einer schmalhalsigen vase. so etwas wie eine amphore (um gottes willen, wie heißen diese dinger?). beim umkippen sickert nasser weißer sand heraus. ich schaue in den schmalen hals. darin steckt ein zettel fest. mit einem finger kann ich ihn herausangeln. ein wort steht darauf:
"heraia" (es wird heeraaja gesprochen)
ich habe keinen plan, was es bedeutet. ist es der name des ortes, an dem ich mich befinde? es erinnert mich an das wort "hera" oder "heros" = held.

ich schließe das loch mit losem sand und gehe die vase im meerwasser ausspülen. aus einer kokosnuss trinke ich die milch (pui! hier schmeckt mir das nicht - da scheinbar schon) so wie die milch meine kehle benetzt bin ich wieder zurück im Hier.

meine reise dauerte keine viertelstunde. komisch. besonders aufgefallen sind mir die gerüche und gefühle, dass ich wärme spüren konnte und frischen wind an der nase. außerdem fiel mir auf, dass ich langes glattes haar hatte und zwischendurch sehen konnte, dass ich eine art pareo zum rock gewickelt trug - meine einzige bekleidung. mein langes haar und eine kette(?) bedeckten meine brüste. ich habe die ganze zeit aus tiefstem herzen gelächelt und ich kam mir keineswegs wie eine priesterin vor - die würden doch auf rituale, relegion und regeln achten. ich fühlte mich jedoch so frei, wie nur irgendwas. was auch besonders war, war die tiefe liebe zu den dingen. zu den tieren und zu der frau am feuer und auch zum mond und zum wasser. mein herzchakra glüht schon wieder nur beim gedanken daran...
mannomann :-) hier ist was los!

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20.09.2004

ich hatte heute eine wirre nacht.
ich war zwischendrin gar nicht am schlafen, sondern so zwischen wach und traum und immer konnte ich die geschichten aus dem traum irgendwie in die realität einbinden und umgekehrt. unter anderem (jetzt haltet euch fest) war es mir anhand von scoobidoo-bänder-knoten von einer zur anderen sekunde vollends klar, dass die aussagen zur "vollständigen verknüpfung aller dinge untereinander" absolut korrekt sind. - nachzulesen in die "holistische detektei" von douglas adams -

dann kam der wirklich beeindruckende teil. also zumindest ist bei mir ein sehr nachhaltiger eindruck zurückgeblieben.

ich war mit den kindern wieder am wohlenberger wiek - da wo wir diesen sommer von wismar aus hingefahren sind. ich bin da im RealenLeben mit den kindern getaucht und wir haben getobt und sehr viel spaß gehabt - auch ich. obwohl ich keine wasserratte bin. hab mit augen offen den meeresgrund erforscht und so - vollkommen erstaunlich für mich. und: es hat nicht mal in den augen gebrannt!

heute nacht war ich wieder dort. gleiche situation. springen, spielen, tauchen, planschen. viel freude. ich tauche in nördlicher richtung ein paar meter von den kindern weg (das hab ich im RL nicht gemacht) und stoße gegen die beine eines mannes. ich will mich entschuldigen, aber bevor ich dazu komme spüre ich, dass der mann hart wie stahl ist. innerlich. ich bekomme einen riesenschreck und angst, dass er uns was unrechtes will und eile zurück durchs hüfthohe wasser zu den kindern und dirigiere sie unauffällig richtung land. aber immer wieder steht der mann schon da - wie in der hase-und-igel-geschichte.

ich hab angst um mich und die kinder. weil ich ja aber nicht richtig schlafe, beschließe ich, mich der angst zu stellen. ich stelle mich direkt vor ihn (kann aber sein gesicht nicht sehen) und sage laut und deutlich "suchen sie sich ein anderes opfer. ich mache nicht mit." keine reaktion. inzwischen hab ich mit den kindern fast das ufer erreicht, aber die situation ist immer wieder dieselbe. er ist immer schon da und ich habe angst.

weil ich so im halbschlaf bin, kann ich so halbbewusst noch eine andere variante ausprobieren: ihn in liebe annehmen. ich stelle mich ihm wieder direkt gegenüber und noch bevor ich irgendwas tun oder sagen kann, umgreift er meine hüfte und zieht mich unter wasser. das wasser ist warm und angenehm und ich weiß, dass ich im traum unter wasser atmen kann und keinerlei angst haben muss. der mann ist jetzt in seinem element. er ist weich und unglaublich geschmeidig. er bewegt sich wie ein delphin und nie lässt er mich allein oder los. ich frage ihn, ob er auf mich aufpasst. die antwort, die ich im kopf empfange lautet "frag nicht, sondern fühle!"

ich fühle, dass er auf mich aufpassen wird, egal was passiert. alles harte ist zusammen mit der angst aus meinem herzen verschwunden. ich lasse mich mit ihm/von ihm unter wasser dahintreiben. bewege mich vorsichtig analog zu seinen wellenförmigen bewegungen. ich getraue mich sogar, ihm den rücken zuzudrhen, um mehr zu sehen. er hält mich - locker um die taille/hüfte. ich denke an die kinder und weiß im selben moment, dass sie gut aufgehoben sind. dann drehe ich mich wieder zu ihm herum. unsere herzen vereinigen sich und ich begreife, dass wasser das element der gefühle ist. ich begreife mehr, als hundert worte erklären könnten.

nachdem ich die vereinigung unserer herzen gespürt habe, beginnt er, mich sanft zu liebkosen. immer noch reisen wir zügig unter wasser dahin. ich erwidere sehr zaghaft seine zärtlichkeiten und weiß, dass wir uns am ende auch körperlich vereinen werden, aber ich schlafe wieder richtig ein, bevor es "ernst" wird :-)

*puuh*
als wenn ich sonst nachts nix anderes zu tun hätte ;-)

was mich nun aber doch einigermaßen durcheinanderbringt - am 10.06.2004 war ich auch unter wasser - weil ich die seepriesterin bin. gibt es einen zusammenhang? wollte mich der mann irgendwo hinführen? geht es um was ganz anderes - eine weitere stadt im drachenland - eventuell unter wasser? fragen über fragen!

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10.06.2004

ich hülle mich in die reiki-symbole, das gleißend weiße christuslicht, rose auras warme grüne farbe und saint germains violetten strahl der erkenntnis. das geht ab! ich wanke selbst im schneidersitz - das ist dieses "einnorden", wie ich es gern nenne.

ich denke an das tor zum drachenland und da ist es auch schon. aber ganz anders, als erwartet. es ist sozusagen zwischen meinen füßen und vor allem bin ich nicht wirklich stofflich. also das ist ziemlich verwirrend. ich bin riesen(!)groß. das tor geht mir nur bis zur wade und ich bin irgendwie durchscheinend. ich kann durch meinen körper hindurchblicken und sehe dahinter alles, wie durch einen leichten weißen schleier. ist das überhaupt noch ein körper? seltsam! sehr seltsam.

also während ich mit einem bein vor dem tor stehe ist mein anderer fuß schon fast auf der wiese. mein fortbewegegen ist auch kein laufen, sondern ich bin dann einfach da. bei recens auf der wiese. und: recens hat für mich heute die proportion eines größeren raubvogels. er hat auf meinem angewinkelten unterarm platz - der dort im drachenland wesentlich kräftiger und breiter ist, als im realen leben. puuh! recens fliegt in die lüfte und ich blicke ihm nach. aus meiner perspektive ist das nicht, wie in den himmel zu schauen, sondern eher einem papierflugzeug im klassenraum mit den augen zu folgen. wie zur bestätigung meiner empfindungen landet er nach ein paar runden wirklich auf meinem arm. ich vergleiche das mal mit einem falkner, nur dass mein raubvogel ein drache ist.

ich lasse mich auf der wiese nieder und bemerke, dass dort der krieger ist (heiko aus bochum?). ich habe angst, ihn zu zerquetschen, weil ich so riesig bin. doch ich merke, dass ich auch für ihn nicht stofflich bin. ich liege dort und er kann durch meinen arme hindurchlaufen und weiter mit der frau reden, die neben ihm geht. sie treffen sich hier. das ist ihr ort. sie kommen beide gezielt hierher, um sich auszutauschen. ist ja irre! ich freue mich darüber - hier im drachenland und zu hause im schneidersitz auf der erde...

mich interessiert, was im drachenland los ist. ich denke an die drachenkönigin und drachenkind, aber ich gelange nicht zu ihnen. also richte ich meine konzentration auf Ki Sama. dort ist alles lebendig. das ist ein schönes gefühl. es gibt einen markt und die menschen in der stadt tragen jetzt statt schwarz bunte kleidung. eine bäuerlich anmutende frau trägt einen korb im arm, in dem glänzende rote äpfel liegen, welche sie zum kauf anbietet. alles ist in reges treiben gehüllt. ich erhasche auch einen blick in den trohnsaal, der jetzt in warmes licht getaucht ist und eine art teppich besitzt. ohne es zu sehen weiß ich, dass es im schloss jetzt möbel und licht gibt. alles lebt. wunderbar! könig milk geht es (meinem herzen zu folge) auch sehr gut. er beschäftigt sich mit der großartigsten sache der welt: das volle leben! welcher wandel.

meine gedanken wandern zu georg (seltsamerweise ist sein irdischer name in meinem kopf) ich sehe den wald und dann sehe ich ihn. er hat in etwa meine größe. geht mir bis zur schulter und ist fast ebenso durchsichtig wie ich. hier ist was los!´er hat gerade den letzten schritt aus dem wald getan und steht nun vor der stadt Ki Sama (warum das denn? dort müsste doch Saeibo sein!) die stadt ist ebenfalls gewachsen. die spitze des schlossturmes überragt georg nur um etwa eine armeslänge. er kann nicht hineingehen, obwohl es so aussieht, als würde er das gerne. aber die stadt ist jetzt einfach viel zu klein für ihn. zitat: "sein ziel ist ihm zu klein geworden."

jetzt bin ich bei der drachenkönigin. es ist schwer, sie als "person" auszumachen. dann steht si neben mir und ist ebenfalls so groß wie georg - bis zu meiner schulter in etwa. aber sie ist noch weniger durchsichtig, sehr stofflich. warum ist das alles so? sie schaut mit mir in dieselbe richtung und ich erkenne am himmel (ich habe eben extra nochmal auf die karte gesehen) in südöstlicher richtung einen adler. er zieht seine kreise über seinem revier und ich weiß ohne es zu hören, dass er ruft/schreit. es scheint, dass er in einem winkel des drachenlandes ist, den ich noch nicht kenne. denn im südosten ist nicht die reale welt - die ist im norden.

die drachenkönigin ist noch neben mir, als ich Piintuka betrachte. es ist so klein für mich, dass ich es mit den armen umfassne könnte. auch dort erscheint alles sehr lebendig, obwohl nach wie vor staubig. bleibt noch, zu sehen, was drachenkind macht. doch alles, was ich über ihn erfahre ist, dass es ihm gut geht ...hmpf...

ich denke "die seepriesterin" und schon bin ich verschwunden. ich werde quer durch ...ja durch was eigentlich?... gesaugt und lande unter wasser. ich kann mich darin wie ein fisch fortbewegen und habe noch nicht einmal angst, keine luft mehr zu bekommen. an einem einem steg ziehe ich mich aus dem wasser und meine innere stimme sagt, dass das jetzt kein sehr priesterliches benehmen war. der steg verbindet mehrere auf hohen holzpfählen errichteten hütten. ist das hier aritanien? ein bild des heutigen venedigs schiebt sich kurz vor die holzhütten, verschwindet aber sofort wieder. es gibt in einiger entfernung einen weißen sandstrand. geht das zusammen? passt das zu aritanien oder bin ich woanders? hinter mir ist etwas. ich drehe mich um und sehe einen delphin. er ist wegen mir hier. ich kann ihm die nase (haben delphine nasen?) streicheln und fühle seine nasse glatte haut unter meinen händen. ich wüsste gerne, ob sich das im realen leben auch so anfühlt. hab noch nie was mit delphinen zu tun gehabt.

der delphin verschwindet und ich befinde mich auf einer nächtlichen straße. der boden glänzt, als hätte es geregnet. vor mir stehen ein mann und eine frau. ihre gesichter oder wer sie sind kann ich nicht erfassen, aber ich weiß, dass ich den mann bereits kenne. bei der frau weiß ich das nicht. hinter mir spüre ich die anwesenheit einer weiteren person. ich kniee auf der erde. rechts von mir ist eine mauer und links ist eine straße. es muss ein bürgersteig sein, auf welchem wir uns befinden. vor mir (hinter den beiden leuten) ist eine straßenlaterne. die verbindungen der aufgestiegenen meister sind an meinem kopf zu spüren...

meine gedanken wandern wieder zum adler, da werde ich mit einem körperlichen ruck zurückgeholt ins hier und jetzt.

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