recens


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08.03.2004

"ich möchte mal wieder ins drachenland." diesen gedanken habe ich kaum zu ende gedacht, als ich auch schon vor dem tor stehe und im nächsten moment bin ich auf der wiese. recens hat mich schon erwartet. wir herzen und umarmen uns voller freude. er lehnt seinen kopf an meinen körper und ich stelle erstaunt fest, dass ich gewachsen bin. früher hatte recens die ausmaße eines hauses, heute die relation eines elefanten im vergleich zu mir. oops! ich bin gewachsen - wirklich. das muss sich erstmal setzen ... wow ... wir bleiben lange zeit einfach so auf der wiese beieinander sitzen und genießen den moment. wir haben uns lange nicht gesehen und es fühlt sich an, als könnte man sein herz mit diesem guten gefühl des wiedersehens auftanken.

ich möchte fliegen. so lange bin ich nicht geflogen! und siehe da: es geht noch - ich habe es nicht verlernt :o) ich schwinge mich hinauf in einen wunderbar klaren himmel. unvermittelt kann ich mich aus einer anderen perspektive selbst sehen. ich bin ein phönix! mann-o-mann, was ist denn heute hier los? es stört mich nicht, doch trotzdem möchte ich den phönixkörper zurückgeben, denn ich habe den eindruck, dass ich ihn mir nur geborgt habe. höher fliege ich in einen wunderbaren sternenübersäten himmel - direkt ins weltall, so fühlt es sich an. die dunkelheit zwischen den leuchtenden sternen ist nicht kalt oder beängstigend, sondern wie eine liebevolle umarmung. unwichtiges verschwindet einfach in die unsichtbarkeit dieses lichtfreien raumes - hilfe mir fehlen die worte :o)

ich kehre um und fliege nun direkt in strahlendes sonnenlicht. ich würde gern als drache fliegen, doch das geht irgendwie nicht - ich bekomme keinen drachenkörper. den phönixkörper habe ich aber abgelegt - was bin ich denn dann? ich schaue an mir herunter und bin überrascht. da ist nichts. nichts außer einem schneeweißen gedanken. was für eine transformation! huah! recens wartet auf der frischen sommergrünen wiese auf mich und wir umarmen uns nochmals. er ist so klein geblieben - oder sollte ich lieber sagen, "ich bin so groß geblieben?" mit vielen gewichtigen gedanken komme ich ins hier und jetzt zurück.

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seit einigen wochen meditiert mein kater mit kerzen. ich hatte schon ein paar mal den gedanken, "wer weiß, wessen seele in dem kater inkarniert ist?!" wenn die kinder sich streiten setzt er sich demonstrativ in die mitte, als wollte er energietechnisch zwischen ihnen vermitteln. wenn es mir nicht gut geht weicht er nicht von meiner seite und schläft dann sogar manchmal nachts bei mir. ich habe einer freundin mal ein foto von ihm gezeigt und sie sagte "hee - der hat ja ein richtiges gesicht. so wie ... menschlich?" es gibt ein kerzen-meditationsfoto von ihm, da leuchtet sein scheitelchakra ganz violett.

abends kraule ich ihm den nacken und denke über all das nach, was an diesem kater so anders ist. ich schließe die augen und formuliere in gedanken die frage "wer bist du?" aus einem hellen licht heraus tritt ein sehr großer mann auf mich zu. sein gesicht liegt im dunklen, aber ich kann seine gefalteten hände sehen. er deutet eine verbeugung an. dieser mann ist kein mann - er ist ein engel ... ich reiße die augen auf. mein herz jagt - mit so einer direkten antwort hatte ich nicht gerechnet ... uff! :o) als ich zwei tage später den engel zu papier bringe setzt sich mein kater nach getaner arbeit demonstrativ direkt auf das bild - ob er weiß, wie symbolisch diese handlung ist?

außerdem erzähle ich einer freundin von meinem ausflug ins drachenland. als ich an die stelle komme, wo ich ein phönix war, unterbricht sie mich (das macht sie sonst nie) und sagt, "ach nee?! im elfenland bin ich phönika - die reiterin des phönix..."

das sind ne menge informationen! meine grenzgänger-ideen und theorien sind echt kalter kaffee dagegen *zwinker*

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03.01.2004

mann! war ich lange nicht im drachenland! und selbst heute war ich nur ganz kurz da...

ich sehe durch das tor auf die sommerwiese, auf der recens immer liegt. sie sieht ganz frisch und saftig grün aus. mein blick schweift ein wenig nach links und die wahrnehmung kippt. jetzt ist die wiese "nur noch" braune erde. ich schaue genauer hin und erkenne, dass sie beides ist. zur gleichen zeit. wow!

habt ihr euch schon mal mit polarität befasst? wo soll ich anfangen? wir sind dreidimensionale wesen und körperlich auf unsere dreidimensionalen sinne angewiesen. sowas wie riechen, schmecken, sehen eben. polarität ist alles, was wir erleben, da wir es aufgrund unserer beschränkten sinne immer nur NACHEINANDER erleben können. also zum beispiel der raum in dem du dich gerade befindest. du kannst ihn nur nacheinander als hell erleuchtet und absolut dunkel erleben. hätten wir mehr sinnes-dimensionen zur verfügung würde alles zu einer einzigen erfahrung verschmelzen können.

dann kommt dieses große universum ins spiel. es hat weit mehr dimensionen als wir uns vorstellen können und ja. da ist alles EINS. da muss man dunkel und hell nicht nacheinander erleben.

da wir uns aber auf der erde befinden und menschen sind... also ich glaube ich muss die grenzgängertheorien unbedingt erweitern :o) *winke*

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28.10.2003

zum ersten mal seit meiner reiki-einweihung gehe ich ins drachenland. ich bin etwas nervös. was wird anders sein? wird überhaupt etwas anders sein? ich setze mich auf den boden, streiche meine aura glatt und schließe die augen. sofort befinde ich mich auf der brücke. sie ist ein kleines bisschen schmaler. der boden scheint wie asphaltiert und nicht mehr sandig. auch die umrisse der brücke sind klarer, greifbarer. ich streife alles ab und kleide mich in eine art hellgraue mönchskutte. sicher resultiert das aus meiner befürchtung, ich könnte im drachenland kraft meiner (reiki-)wassersuppe und meines überschäumenden temperaments alles durcheinanderwirbeln - ein mönch stellt aber keine gefahr dar. der ist ja nur stiller beobachter ...?

hinter der brücke erwartet mich die sommerwiese. sie scheint heute besonders saftig/grün. ich laufe zu recens hinüber und erzähle ihm gleich, dass ich die reiki-einweihung bekommen habe, und wie toll sich das anfühlt und noch während ich plappere fällt mir auf, dass ich gar nicht mehr diese kutte anhabe. ich drehe mich um und sehe mich selbst in ein paar metern entfernung stehen. hier stehe ich, wie ich immer bin und dort stehe ich scheu in die kutte gehüllt. ich sehe es und denke "hee. das ist es. das ist dein kontrolldrama. du bist eine unnahbare!" ich bitte die gestalt in der kutte, sich wieder mit mir zu verbinden. wir werden hier nichts durcheinanderbringen. nur jedes verkneifen und zwangweises anders-sein als man wirklich ist - das bringt schaden.
im nächsten moment gehören wir wieder zusammen.

recens erzählt mir von ki sama. könig milk hat drei wochen nur gegessen und seine sinne/sein leben wieder erweckt. danach zog er sich zur beratung mit seinen wachen und soldaten zurück. er fragte sie aus, was passiert ist, seit er sich in der erstarrung befand. sicher wird er zu einer entscheidung finden. ich bin froh, das zu hören.
ich frage recens, was georg macht. (ich benutze dabei seinen weltlichen namen und bin erstaunt, denn bisher nannte ich ihn hier ausschließlich georg.) georg ist im wald vor saeibo. aus meinen händen fließt reiki-energie. ganz klar und deutlich. aus jeder hand kommt ein strahl licht, das sehr hell leuchtet.

ich sehe recens an und merke, dass er nichts dagegen hat. als ich meine hände an seine schläfen halte kommt mir die idee, dass ich mir auch selbst reiki geben kann. ich könnte vorsichtig austesten, was passiert. ich lege mich auf die wiese und will meine hände gerade auf meinen bauch und mein herz legen, da kommt mir schon der nächste gedanke.
wenn meine theorie stimmt, dass die orte hier meinen chakren entsprechen, dann kann ich sie hier aktivieren. ich könnte dann im "RL" körperlich spüren, was passiert. alles ist ganz einfach, ganz logisch. aus meiner sattel/schultertasche hole ich eine landkarte vom drachenland (ich wusste gar nicht, dass ich eine habe.) und breite sie vor mir auf der wiese aus. ich knie mich davor und lasse die lichtenergie aus meinen händen hineinfließen

vier orte sind deutlich erkennbar. panubi, ki sama, pintuka und saebo. sie haben die form von symbolen. sehr blumig. ähnlich den zeichnungen, mit denen chakren dargestellt werden, aber nicht identisch.
das schloss der drachenkönigin ist nicht verzeichnet. es fällt mir auf und ich weiß, dass die karte weiter wachsen wird, wenn die zeit gekommen ist. ich spüre, dass sich das schloss nordöstlich befinden wird.
kurz unter saeibo kann ich georg erkennen. das erstaunt mich nun doch. :o) die gebirgszüge, wälder, flachen lande und auch die wüste um panubi sind klar zu sehen.

als erstes halte ich meine hände über panubi und ki sama. ich fühle, wie die energie aus meinen händen fließt. ganz warm und mit großer geschwindigkeit. nach einer weile (ich kann die zeit nicht einschätzen.) gehe ich um die karte herum und halte meine hände über pintuka und saeibo. ich korrigiere meine linke hand, so dass sie über georg ruht. auch hier passiert sehr viel. besonders deutlich sehe ich, wie alles um georg herum im licht erstrahlt. als ich meine hände wegnehme schicke ich georg noch einen lieben gedanken.

ich breite meine drachenflügel aus und drehe ein paar runden über der wiese, während ich mit recens kommuniziere. kann ich mich vom drachenland aus von innen heilen, wenn ich hier reiki fließen lasse? ich berichte ihm, dass ich in letzter zeit nur zweimal geflogen bin. einmal, als ich mir reiki gab und einmal auf dem stoppok-konzert vor einer woche. als ich während des reiki flog, sah ich eine art comic-welt. sie war bizarr und eckig. mein flug auf dem konzert war angenehmer. ich konnte die stimmung der leute spüren und mich von der musik tragen lassen. das fliegen jetzt/hier im drachenland ist jedoch am schönsten. es ist friedlich, erfrischend, hell...

ich fliege zum palast der königin. drachenkind kommt mir im garten zusammen mit einem freund entgegengelaufen. sein freund heißt pita oder biita. (leider ist das mit den namen so eine sache. man kann sie fühlen, aber wie werden sie geschrieben, wie klingen sie???) sie sind beide etwa fünf jahre alt und wir gehen gemeinsam in den palast zur königin. unterwegs entschuldige ich mich bei drachenkind, dass ich so selten da bin. ich fühle mich schuldig, habe ein schlechtes gewissen, obwohl drachenkind mir versichert, es mache ihm nichts aus. (diesen komplex, nie genug für meine kinder da zu sein, den hab ich scheinbar überall.)

die königin begrüßt mich sehr herzlich. wir fassen uns bei den händen und ich spüre unwillkührlich wieder energie fließen. ich sehe, wie die königin von innen her erstrahlt/leuchtet. mit einer angedeuteten verbeugung entschuldige ich mich bei ihr: "verzeihung, majestät. ich hoffe, es ist euch nicht unangenehm." sie lächelt sanft und gibt mir zu verstehen, dass sie im gegenteil von dieser energie "zehren" kann, bis ich wiederkomme.

ich spüre, dass im "RL" meine kraft nachlässt. ich kann nicht mehr gerade sitzen, hatte einen sehr langen tag... also verabschiede ich mich und komme zurück ins hier.

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21.09.2003

ich dehne mich ausführlich und ich kann ganz viel energie mobilisieren und alles ist prima, aber ich komme nicht weiter, als bis auf die brücke. irgendwie kann ich nicht rüber gehen. komisch. ich versuche es, aber irgendwas klemmt. na gut. flieg ich halt hier ne runde. das klappt. ich kann b-dorf von oben sehen und dann wirds gruselig. ich komme zu mir ins wohnzimmer geflogen und bin jetzt ganz bewusst zweimal vorhanden. mein drachen-ich "nimmt" mich ganz liebevoll "ein" und fragt, ob wir nicht zusammen über die brücke gehen wollen. ich stimme zu, unter der bedingung, dass ich zuschauer bin und nicht selbst in einen strudel neuer ereignisse gezogen werde. mein kopf ist voller reiki-gedanken und ich habe irgendwie angst, dass ich durch noch mehr informationen einfach überlaufe. mein drachen-ich verspricht es. und zusammen gehen wir ganz langsam auf die andere seite und dann durch die tür.

ich will eine runde fliegen und lande auf der nase. das sah sicher voll daneben aus. ich liege neben recens im gras. mein drachen-ich und mein selbst sind irgendwie wieder verschmolzen. recens leckt mich ab. seine zunge ist rauh und sehr warm. mein gesicht, meinen bauch... es kitzelt wie wild und ich lache mich krumm. versuche, ihn mit den händen spaßeshalber aufzuhalten, aber das kitzelt natürlich auch. ich könnte schwören, dass recens lacht. (können drachen lachen?) unter lachen frage ich ihn noch einmal nach ki sama. wieder kommt dieses bild von lächeln in meinen kopf. es fühlt sich an, wie "land des lächelns" auch wenn es in unserer welt schon eine entsprechung dafür gibt. bessere worte finde ich nicht. saeibo ist so etwas wie eine "wichtige stadt". bei uns würde man wohl "hauptstadt" sagen. das ist aber hierfür nicht ganz richtig, denn saeibo ist nicht wirklich ein regierungssitz oder die stadt von der wichtige strategische politische dinge ausgehen. sie ist einfach "wichtig". ein punkt, an dem verschiedene geschichten zusammenkommen? eine art zentrum?

ich bin zuschauer. so wie ich es wollte. ich sehe könig milk. er ist nicht mehr im thronsaal, sondern in der küche. sie ist scheinbar in einem keller, denn es gibt nur kleine flache fenster kurz unter der decke. es kommt nur wenig tageslicht herein. milk steht neben einem breiten schweren arbeitstisch und isst. er scheint keinen hunger zu haben, sondern einfach nur die pure lust am essen, am schmecken, am lebendig sein. wahllos steckt er sich verschiedene dinge in den mund. sein gesicht ist schon ganz verschmiert und seine hände kleben. er ist glücklich und voller energie. erdbeeren, pasteten, fleisch, gemüse - alles. ich fühle, wie er sich fühlt: wach, lebendig, glücklich.

ich drehe mich um und sehe drachenkind im garten der drachenkönigin sitzen, die hände voller kirschen. oder besser gesagt, früchte, die so ähnlich aussehen wie kirschen. (ich wundere mich. geht denn heute alles ums essen? ich bin satt im RL...) als ich mich nach milk umschauen will, der ja eben noch da war, sehe ich georg... puuh! immer schön eins nach dem anderen! als zuschauer reist man hier, ohne räumliche distanzen zurückzulegen von ki sama zur drachenburg, in den wald vor saeibo. einfach nur durch umschauen... wow!

ich wende mich als erstes ganz zu georg. er sitzt im wald neben einem kleinen feuer. er hat ein lager aufgeschlagen und es ist dämmerig. (wenn ich sonst hier war, war es immer hell. an abende oder andere tageszeiten kann ich mich nicht erinnern) auch er isst etwas. ein kleines tier, das er im feuer gebraten hat und in blätter gewickelte knollen oder wurzeln. im wald neben ihm knackt es. eine weisse wölfin tritt auf die kleine lichtung und georg greift instinktiv nach einem brennenden holzscheit, um sie zu vertreiben. ich würde mich gern einmischen, aber leider habe ich darum gebeten, nur zuschauer zu sein.

niemand hört mich, als ich georg zurufe, er soll erstmal abwarten, ob sie wirklich feindlich gesinnt ist. meine einwände wären aber eh' umsonst. die wölfin legt sich flach auf den bauch, den kopf zwischen die vorderpfoten geklemmt und sieht georg von unten herauf an. er lässt das holzscheit sinken und wirft es zurück ins feuer. einen moment überlegt er, dann gibt er ihr etwas von dem fleisch ab. er wirft es ihr hin. sie schnappt es und verschwindet in den wald. georg setzt sich neben dem feuer mit dem rücken an einen baum. das schwert zwischen den knien sieht er der wölfin nach, die schon lange nicht mehr zu hören oder zu sehen ist. irgendwann schläft er ein...

ich fliege zu recens und erzähle ihm, dass es komisch ist, nur zuschauer zu sein. war wohl nicht gut überlegt... aber ich bleibe nicht lange bei ihm, sondern schwinge mich wieder in die luft, will noch mehr sehen... ich fliege über dunkle wälder und schroffe felsen. auf einer art plateau entdecke ich ein winziges dorf aus sechs oder sieben holzhütten. pintuka! es gibt nur einen schmalen begehbaren felsgrat, um zu fuss ins dorf zu kommen. um das dorf herum fallen felswände steil ab. als ich direkt über dem dorf einen kreis fliege, schießt man auf mich. oops! ich bin also wieder mittendrin im geschehen? ich lande unverletzt im wald und gehe in menschengestalt über den schmalen pfad ins dorf.

zwei männer kommen mir bis an den rand des dorfes entgegen. weiter darf ich nicht hinein. die frauen bleiben im hintergrund, beobachten uns aber. kleine kinder mit schmutzigen gesichtern versuchen in meine tasche zu schauen. sie sehen hungrig und irgendwie verwahrlost aus. ich greife in meine tasche und spüre, wie sich meine hand mit teigpasteten füllt. das ist seltsam. aber ich denke nicht lange darüber nach, sondern gebe jedem kind etwas davon. sie greifen danach und verschwinden hinter einer der hütten, um ihre "beute" zu verspeisen oder mit anderen zu teilen? das dorf ist sehr staubig und der dorfplatz ganz leer. alles macht den eindruck eines dornröschenschlafes. von einem der beiden mutigeren männer erfahre ich, dass das dorfoberhaupt in seiner hütte sei und sich nicht um die dorfgemeinschaft kümmere. er sei apathisch, oder zumindest nicht ansprechbar und zeige keinerlei interesse. die männer des dorfes hätten auch schon lange kein tier mehr erlegen können und alle leiden an hunger.

ich frage ihn, ob er schon mal darüber nachgedacht hat, dass auch jemand anderes die führung übernehmen könnte. vielleicht kann man woanders jagen? sie könnten ihr weniges hab und gut zusammenpacken und woanders neu anfangen? die idee behagt ihm nicht so recht. ich habe aber keine tolle lösung parat, um das apathische oberhaupt zu heilen. ich verabschiede mich, mit dem gefühl, dass sie über kurz oder lang, das dorf wirklich woanders neu aufbauen werden. ich werde zum drachen und sage dem mann im davonfliegen, dass sie nicht unbedingt auf drachen schießen sollten, denn es könnte immer jemand wie ich sein. sie sehen mir lange erstaunt nach...

ich komme direkt zu drachenkind. es ist vielleicht zwei jahre alt und immer noch mit den kirschen-ähnlichen früchten beschäftigt. irgendetwas sticht ihm in den finger und er weint. ich nehme ihn auf den arm und trage ihn zur drachenkönigin in den palast. dabei erzähle ich ihm beruhigende dinge und tröste ihn, so gut ich es vermag. als wir zur drachenkönigin kommen lacht und gluckst er schon wieder. ich frage die königin, an welchem ort sich eigentlich ihr palast befindet. sie sagt, dass die zeit noch nicht reif ist, mir das zu verraten. ich solle aber keine sorge haben. ich werde sie immer mit dem herzen finden, auch wenn ich den namen des ortes nicht kenne. mir fällt ein, dass der mann ohne gesicht auf dem weg nach pintuka ist. auweia! was habe ich getan? wenn die leute wirklich aus ihrem dorf verschwinden wird er sie nie finden können. ich verabschiede mich eilig von drachenkind und der königin. ich muss mich beeilen, den mann zu finden. will ihm sagen, dass ich die leute "aufgewiegelt" habe.

ich fliege wieder über die dunklen wälder und entdecke den mann fast sofort. hinter ihm im gestrüpp ist ein silberlöwe gerade im sprung zum angriff... ohne nachzudenken ergreife ich den mann an den schultern und fliege mit ihm auf eine lichtung in sicherer entfernung. ich versuche ihm per gedanken mitzuteilen, dass er keine angst vor mir haben muss, dass ich ihn nur vor dem löwen retten wollte. er scheint mich zu verstehen, denn er wehrt sich nicht. wir landen auf der lichtung und ich habe den eindruck, dass er noch eine zweite gestalt hat. ein bär? ist er auch ein "shapeshifter"? ein "gestaltwandler"?

wir sitzen uns in menschengestalt gegenüber ich erkläre ihm, dass ich in pintuka war und sich dort das oberhaupt nicht mehr um die leute kümmert und dass ich sie eventuell dazu veranlasst habe, das dorf an einem anderen ort neu aufzubauen. er ist davon überzeigt, dass er sie trotzdem finden wird. ich habe das gefühl, dass er weiß, warum das oberhaupt so apathisch ist. ich erfahre, dass er nicht über eine brücke, sondern immer durch einen fluss hierherkommt. der fluss ist manchmal breit und reißend mit klarem wasser, dann wieder trüb fast schlammig, aber er führt immer hierher ins drachenland. der name heiko (sein name) ist ganz klar in meinem kopf. er sagt, die leute in pintuka jagen die falschen tiere. es gibt genügend wild in der gegend. (deshalb haben sie auf mich geschossen?) der mann, der also heiko heißt, kommt aus bochum. ich sage ihm, dass ich die frau mit dem schwert bin und er im realen leben, im internet nach "recens" suchen soll, dann wird er mich finden. genau dort - im realen leben - landet eine fliege auf meiner nase *schrei* und holt mich völlig überstürzt und unerwartet ins hier und jetzt

heiko aus bochum? ich kenne weder bochum, noch leute von dort. wenn sich tatsächlich so jemand bei mir melden sollte, was mache ich dann? ihn ohnmacht fallen? außerdem fällt mir ein, dass ich keine ahnung habe, in welcher zeit ich den mann getroffen habe. vielleicht war meine ganze aktion unfug? als ich ihn das erste mal traf, war drachenkind elf. heute war drachenkind zwei. ich hoffe, dass ich nicht mehr kaputt gemacht habe, als jemandem zu nutzen. ...hhmmpf... gar nicht so einfach!

nachtrag: ich habe gerade nochmal nachgelesen. ich traf den mann zum ersten mal, als ich vom zwei wochen alten drachenkind zu recens auf die wiese kam. das zweite mal, als er auftauchte war das nur in den worten der königin. sie sagte, dass er unterwegs nach pintuka sei. da war drachenkind schon elf. in der geschichte hier oben habe ich ihn getroffen, als drachenkind zwei war. es ist also erstaunlich, dass er da schon unterwegs war, denn dann würde er ja insgesamt neun jahre auf dem weg sein...

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