Aho Mitakuye Oyasin

-all my relatives-

Mitakuye Oyasin: click for the prayer

10.03.2011 Mein Leben ist voller Geschenke. Immer wieder erwachte mir ein neuer Tag, den ich mit meinem Leben, meiner Liebe meinem Sein erfüllen darf. Ich empfange all das in großer Dankbarkeit. Mitakuye Oyasin.
Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich Tahca Ushte (Lame Deer) gesagt, dass ich Heilerin werden will. Seither fügt sich alles Schritt für Schritt zu einem großen Ganzen.

Ich träume: ALLE Tiere kommen zu mir. Und ich meine wirklich ALLE. Es geht nicht um ein einzelnes, sondern alle kommen langsam auf mich zu und sehen mich freudig an. Keines hat Angst, keines will ein anderes fressen. Sie kommen ZU MIR.
Später an diesem Tag lese ich weiter im "Medizinrad" und dort steht für den Mittelstein, er ist dem großen Schöpfer gewidmet. Dieser hat kein spezielles einzelnes Totemtier, sondern ALLE Tiere stehen für ihn... wow! Ich habe vom Schöpfer geträumt. Ich bin ganz tief in meinem Innern geehrt. Das ist ein fremdes aber sehr erhabenes Gefühl.

Desto mehr ich über das Medizinrad lese, desto öfter fällt mir auf, dass ich mit meinen bisherigen Empfindungen und in früheren Ereignissen genau die Entsprechungen schon erlebt habe, die hier beschrieben sind. Nur so als kleines Beispiel:
Der Wolf steht für die Liebe - wer in seiner Energie unterwegs sein möchte, kann sich unter anderem mit rosa Farben umgeben... Nun ratet mal, welche Farbe die meisten Sachen haben, die ich mir gekauft habe, seit Luc zu mir kam! Und was denkt ihr, welche Farbe meine Lieblingsparfums haben? Und mein Aura-Soma-Pomander... Meine Tochter hat sich schon lustig gemacht, ob ich in die Rosa-Mädchen-Phase zurück kehre.

01.04.2011 - Ich wandere durch den Wald. Habe mir etwas zum Räuchern mitgenommen, da ich das Gefühl habe, dass ich DIES tun soll. Ich hab keine Ahnung davon (Räuchern) also kann ich mich nur überraschen lassen. Mein Weg führt mich wieder mal in eine völlig neue Ecke "meines" Waldes. Also sie ist natürlich nicht real neu entstanden. Sie war sicher immer schon dort, sondern ich war nur noch nie dort, obwohl ich seit zehn Jahren dort über Stock und Stein wandere und mich grandios auskenne.
Auf einer Lichtung, die ich erst einmal umrunden muss, um zu spüren, ob es passt, mache ich ein winziges Feuer aus dem Holz, welches sich mir unterwegs in den Weg geworfen hat. Darauf streue ich Lavendel, Salbei und Thymian (jetzt wo ich es aufschreibe rieche ich es wie real). Ich hätte nicht alles auf einmal hineinstreuen müssen, den das Feuer brennt länger als gedacht. Am liebsten hätte ich jetzt noch eine Vogelfeder, um zu wedeln, aber ich habe keine gefunden unterwegs. Außerdem dreht der Wind immer wieder und streicht mit dem Rauch durch meine Aura, so dass ich gar keine Feder brauche und diesen Wunsch eine zu finden ganz loslassen kann.
Ich muss bei meiner kleinen Zeremonie eigentlich gar nichts tun. Also bete ich. Danke dem Universum, dass ich meinen Weg gehen kann, dass mich so viel Leben umgibt und ich gut aufgehoben bin. Als das Feuer nach einiger Zeit ganz sicher aus ist, hebe ich ein paar kleine Holzkohlestückchen auf und den Rest der Asche verstreue ich im Wind.
Ein Raubvogel ruft. Hier im Wald? Das ist seltsam!
Leise gehe ich über das Moos in Richtung des Rufs. Wie man schleicht habe ich als Wolf gelernt. Tatsächlich schreit der Vogel noch einmal. Vielleicht schenkt er mir eine Feder? Ich bin hellwach und lausche beim weitergehen, aber er ruft nicht wieder. Leise gehe ich weiter in die Richtung des Rufs und entdecke vor meinen Füßen etwas weißes rundes auf den Kiefernadeln. Es ist ein Schädel. Ein Marder vielleicht? - Nee. Zu rund dafür und keine Zähne im Oberkiefer. Ich danke im Inneren dem Tier und nehme den Schädel vorsichtig auf. Dass ich ihn mitnehmen muss steht außer Frage. Unterwegs nach Hause danke ich auch dem großen Geist für seine Güte und ich halte den Schädel hoch in den Himmel und bete laut "Meine Gedanken sollen Reinheit sein. Meine Taten Güte. Und vor allem: Meine Worte sollen Liebe sein! ... Danke."
Zu Hause erzähle ich R am Telefon davon und er sagt ebenfalls, dass ich dem Tier danken soll und dass er sich den Schädel gerne ansehen mag, wenn wir uns das nächste Mal treffen. Danach zeige ich den Schädel noch meinem Papa, der sich in Wald und Flur auskennt und er sagt "Kind das ist ein Vogel! Eine Eule vielleicht? Auf jeden Fall ein Raubvogel."
Ich falle fast hinten über.
Danke danke danke!

02.04.2011 - Ich erwache mit Schreck - wie kann ich den Schädel transportieren ohne dass er Schaden nimmt?! Man kann doch so eine besondere Gabe nicht einfach in eine Tasche stopfen!
Suchend laufe ich durch meine Wohnung. Irgendwo muss es doch eine Dose oder Schachtel oder Holzkiste geben, die passt?! Aber nichts passt. Zu groß, zu schmal, zu flach, zu breit ... ich werde selber basteln müssen... Nur woraus?
Na eigentlich muss ich nicht lange suchen, dann habe ich die entsprechenden Materialien beisammen. Ich fühle mich geführt. Alles gelingt. Was ich im ersten Moment für einen Fehler halte ergibt sich als beste Variante, alles fügt sich ineinander und ist stabil und am Ende passt der kleine Schädel in genau nur einer Position in die regenbogenfarbene Schachtel. Er sitzt fest, so dass er nicht erschüttert werden kann und ist dennoch leicht heraus zu heben. Ich bin sehr zufrieden mit mir und ich danke dem großen Geist für seine Führung.

Abends nach einem wunderbaren Picknick, bei welchem wir den Schädel gereinigt und geräuchert haben, telefoniere ich mit R. Er spricht mich mit "Speaking Heart" an und mir verschlägt es sinnigerweise die Sprache. Woher weiß er das? Was spürt er oder sieht er alles? Von meinem Gebet gestern hatte ich ihm nichts erzählt... Gestern noch hatte ich den großen Geist darum gebeten, dass meine Worte Liebe sein sollen und nun darf ich das sogar als meinen Namen tragen? Wow! Tränen kullern...

Ich träume dass ich auf einer unendlich weiten Ebene stehe. Ich bin so groß wie die Welt oder die Welt ist so klein wie ich - eigentlich sind wir EINS und vor mir -wie auf einem Zeitstrahl- sehe ich die Sechzehn. Es ist ganz eindeutig und eindringlich und nur um die Sechzehn geht es. Keine andere Zahl ist auf diesem Strahl ablesbar. Der Strahl ist im Grunde schon wieder weg - es ist nur die Ebene und sie bewegt sich unter mir ohne dass ich mich bewege und die Zahl 16 schwebt vor meinen Füßen über dem bewegten Boden ...
Ich frage am nächsten Tag R, was die 16 zu bedeuten hat und er lacht, "Na das ist doch eine so wichtige Zahl! Sie spielt eine Rolle beim Bau der Schwitzhütte, sie ist die Zahl der Windrichtungen einer Windrose: vier Hauptrichtungen, vier halbe und acht untergeordnete ... Sie ist ..." Ja. Jetzt erkenne ich es auch.
Warum träume ich in letzter Zeit so große Sachen?

05.04.2011 - Wir machen eine Radtour. Sie ist voller Geschenke. Wir finden unser Tempo, unseren Weg, zwei Reiherfedern, Schwanenfedern, Muscheln ... wir füttern die Pferde vom Gnadenhof, fahren mit der Fähre, flicken zweimal meinen hinteren Reifen, haben ein wunderbares Picknick am Wasser ... wir finden Liebe, Ruhe und Kraft und es geht uns gut!
C, die Schamanin sagt R, dass die Reiherfedern etwas ganz besonderes sind ... wir haben jeder eine gefunden und nun bedeuten die sogar noch was Spezielles? Wir sind so beschenkt! Sicher ruft sie demnächst an und erklärt es uns ausführlich.

Abends nach der Radtour kann ich meinen Autoschlüssel nicht finden. Ich muss aber irgendwie nach Hause kommen! Was denn nun? Nachdem R und ich eine gute halbe Stunde lang alles durchsucht haben und er noch ein letztes Mal unter der Couch schauen will, bevor wir irgendeinen anderen (Heim)Weg für mich finden müssen, erinnere ich mich, dass die Weisen Männer und Frauen auch Personen und Gegenstände kraft ihrer Gedanken finden konnten. Das will ich versuchen. Um weiter durch das Haus zu toben bin ich zu erschöpft heute.
Ich fokussiere den Schlüssel. Stelle ihn mir ganz präzise vor und blende alles andere drum herum aus. Alle Gedanken davon, wo wir schon gesucht haben und was wenn wir ihn nicht finden und wo und warum - alles lasse ich verstummen. Schnell habe ich das Bild ganz klar, dann plötzlich verschwimmt es hinter einem oliv-farbenen Schleier. Erst wehre ich mich dagegen, aber dann geht es so schnell weiter, dass ich nichts mehr gegen das Verschwimmen machen kann. Aus dem oliv-farbenen Schleier wird etwas wie ein dichtes Gewebe, dann wird daraus meine oliv-farbene Jacke, dann sehe ich einen weißen lederbezogenen Bügel in der Jacke und dieser hängt an einer Garderobe, neben einer Wendeltreppe, in einem dunklen Flur - dann bin ich KNAALLL wieder in der Realität und renne schon rufend durchs Haus. "R! Ich hab doch die Jacke angehabt! Die muss an der Garderobe hängen!"
Das tut sie auch. Auf einem weißen Bügel, neben der Wendeltreppe, in dem Flur, der mir noch so fremd ist, weil ich heute zum ersten Mal hier bin... Achja: natürlich steckt der Schlüssel in der Brusttasche.
Diese Vision war ziemlich abgefahren. Es war, als würde ich vom Schlüssel aus nach hinten aus dem Bild gezoomt werden bis ich weit genug weg bin, um den ganzen Zusammenhang zu sehen... ich scherze, ob man sich auf die Weise google-earth sparen könnte - sicher kann ich noch weiter rauszoomen, falls ich mal was auf einem anderen Planeten verloren habe :-)

06.04.2011 - Voller Liebe denke ich an R. Was er mir alles beibringt, was ich ihm alles erzählen darf, was er mir dazu sagt und von Tunkashila spricht, an das was ich so besonders schätze und liebe und in dem Moment habe ich den Namen "Father Bear" im Kopf.
Wie was?
"Father Bear" ist SEIN Name.
Seid ihr sicher? Redet ihr mit mir? (die da oben haben es nicht leicht mit mir - ich weiß!)
Ja Du und ER - bring ihm seinen Namen!
Wer? Ich? Warum ich? Ich kann doch so was gar nicht.
Weil man sich seinen Namen nicht selber gibt.
WIE macht man so was?
Du wirst es dann schon wissen.
Hallo? Ihr habt ... ganz schön Vertrauen in mich, ihr da oben!

08.04.2011 - Ich entschließe mich, den Namen "Father Bear" und alle meine dahin führenden Gedanken auf eine schöne Karte zu schreiben und R dies in zehn Tagen auf unserem Ausflug zu überbringen. So mit einer Räucherzeremonie und den richtigen Worten und überhaupt... Vorher sollte ich wahrscheinlich noch die CD anhören, von der er gesprochen hat. Das scheint mir wichtig, obwohl ich nicht genau weiß, was mich erwartet.
Heute Abend wollen wir uns treffen und ich weiß nicht wieso, aber ich packe die Karte mit ein und als er die CD einlegt und ich die ersten Worte höre schwanke ich zwischen heulen und lachen. Sie bestätigt alles, was ich zu seinem Namen "Father Bear" empfinde, zu ihm als Mensch und auch in mir selber. Jetzt weiß ich auch, warum ich die Karte dabei habe. Das Räuchern fällt zwar leider aus, aber das ist nicht so schlimm, denn der Moment könnte reiner und tiefer nicht sein.
Später verrät mir Father Bear, dass er mir die CD eigentlich erst in zehn Tagen auf unserem Ausflug vorspielen wollte und dann aber die Idee hatte, sie heute schon mitzunehmen. Was für ein Zufall - warum nur hab ich das Gefühl, dass wir uns unglaublich ähnlich sind?

09.04.2011 - Auf dem Weg nach Hause halte ich im Obstland an und gehe ein paar Schritte in der Sonne. Sie wärmt schon durch und durch. Das tut so gut. Am Rand der kleinen Straße ist noch die Verwüstung vom Februar, als hier vierzig Bäume gefällt wurden. Das Geäst ist hoch gestapelt auf einer Straßenseite, auf der andern liegen die blanken Stämme. Mitten in dem Holzwirrwarr der ehemaligen Baumkronen fällt mir etwas Weißes auf. Ich gehe näher dahin. Das wird doch nicht? Doch es ist Birke.
Wie kommt die zwischen die ganzen Pappeln und Robinien? Hier gab's noch nie Birken so lange ich hier laufen gehe. Zehn Jahre also. Darum fasziniert er mich mehr als die hellen Äste der Weißpappeln und ich habe den Wunsch, diesen einen Birkenstab da heraus ziehen... Aber fällt mir dann nicht der ganze Stapel der anderen verworrenen Äste und Zweige auf den Kopf? Alles ist sehr überhängend in meine Richtung. Ich halte inne, schiebe unter meinen Füßen ein paar Stolperzweige beiseite und denke "Wenn es MEIN Birkenstab ist, dann wird er sich heraus ziehen lassen."
Ich packe zu und ziehe vorsichtig mit einer leichten Linksdrehung löst sich der Birkenstab. Es ist wie Mikado... ich brauche viel Kraft, aber es geht dennoch um so vieles besser als ich dachte, dass ich am Ende überrascht bin und voller Freude strecke ich den Birkenstab (knapp 2 Meter und fast schnurgerade) in den Himmel und stoße einen Siegesschrei aus. "Haaa!" Als ich zum gehen wende, fällt mein Blick noch mal auf die anderen Äste. Alles ist so fest miteinander verwoben und verworren, der Stapel ist labil und wackelig. Es ist (m)ein Wunder, dass die Birke zu mir kommen konnte und bringe sie nach Hause und freue mich doppelt.

Zu Hause puzzle ich den langen Stab aus dem kleinen Auto und bringe ihn erst mal in den Garten. Dann hole ich eine kleine und eine große Säge und wiege ihn in der Hand. Ich muss nichts fragen, nichts messen - es ist als wäre an dem Stab schon vorgegeben, wo ich schneiden muss. Also bringe ich ihn auf die richtige Länge und das kürzere schlanke Stück wird als Ritualholz Verwendung finden. ... Wenn ich die Birke so betrachte fällt mir ein, dass ich immer schon in meinen Visionen einen Stab hatte. Wenn ich etwas heilen oder bekräftigen oder manifestieren wollte. Aber es waren immer geliehene Stäbe und jetzt? Soll das hier mein eigener werden? Und wie wird aus einem Holz ein kraftvoller Stab? Welche Art Energie füttert ihn ,verleiht ihm Stärke? Nur der Träger? Ich halte ihn hoch gegen die Sonne und bete: "Wakan Tanka, bitte wirke DU durch mich in diesem Stab. Zum Wohle aller!"

10.04.2011 - 3:58 Uhr bin ich schlagwach, als hätte neben mir der Blitz eingeschlagen. Oben an meinem Medizinstab ist eine kleine Astgabelung und ich soll daraus einen Adlerkopf schnitzen.
Wie bitte? Haben die Meister sie noch alle? Nachts um diese Uhrzeit? Lasst mich schlafen! Ich kann auch gar nicht schnitzen!
Sie lassen mich nicht in Ruhe und schlafen kann ich auch nicht noch einmal. Also trabe ich auf die Terrasse hole den Stab herein und beginne mit meinem gut geschärften Küchenmesser zu schnitzen und schneiden. Das geht mir erstaunlich gut von der Hand. Ich werde geführt scheint es. So wie neulich mit dem Kästchen für den Schädel. Ich habe keine Ahnung, was ich da tue, aber es fühlt sich großartig an, als hätte ich nie etwas anderes getan - keine Fragen im Kopf. Nur das TUN ... und dann tatsächlich! Nach zwei Stunden erkennt man deutlich den Adlerkopf. Wer hätte das gedacht? Ich wasche mir die Hände und bemerke, dass ich mir fette dunkelrote Blasen gerieben habe. Todmüde falle ich ins Bett und schlafe bis neun.
Als ich aufwache ist mein letzter Gedanke vom Einschlafen gleich wieder präsent und ich schaue als erstes auf meine kaputten Hände, um zu sehen, wie schlimm es denn nun wirklich ist. Doch da ist NICHTS. Keine Rötung. keine Blase. NIX!.
Wow! Danke!

11.04.2011 Heute habe ich beim Laufen unglaublich viele Tiere gesehen. Ein Rehbock schaut mich neugierig an, die Krähe bleibt sitzen und spricht mit mir, der Feldhase hoppelt mir eine Show, eine Hirschkuh grast in Ruhe neben dem Weg, noch ein Feldhase, vier Fledermäuse im Tiefflug schauen wer ich bin und der Kolkrabe knarrt im Schlaf... Danke! Atmen. Leben. Sehen. Verstehen.
Unten an das Fußende des Stabes gehört eine Schlange. Sie bringt die Mystik, das Geheimnisvolle auf die Erde. Darum ist sie ganz unten - auf der Erde. Der Adler ist die Verbindung zwischen unserem Geist und Wakan Tanka. Er ist ganz oben - über ihm sind nur noch die Winde. Weiß wie Waboose der Nordwind. Rot wie Wabun der Ostwind. Gelb wie Shawdoneese der Südwind. Blau wie Mudjekeewis der Westwind.
Vor meinem inneren Auge nimmt der Medizinstab immer mehr an Gestalt an und abends MUSS ich schnitzen. Natürlich erkennt man die Schlange, obwohl ich gar nicht schnitzen kann. Sie hat eine schöne senkrechte Pupille und eine schmale Zunge. Trug nicht Asclepion die Aesculapnatter an seinem Stab mit sich? Schon wieder ein sehr symbolträchtiges Ornament. So langsam ahne ich, woher der Medizinstab seine Kraft bekommt und warum es DIESE Birke sein musste: NUR in IHR stecken Adler, Schlange, Winde und mal sehen was sonst noch alles kommt.

12.04.2011: Ich träume, ein Leopard kommt zu mir. Er trottete von links auf mich zu. Keine Eile. Ein schönes Tier. Weiche geschmeidige Bewegungen. Er reicht mir bis an die Hüfte, ist warm und riecht nach Raubtier. In einem Meter Abstand links vor mir bleibt er stehen. Zu unseren Füßen ist helle staubige Erde. Vereinzelt gibt es trockene dürre Gräser und Zweige auf dem Boden. Eine Art Holzhütte steht links vor mir - ein paar Meter weg vom Leoparden, aber sie bleibt unscharf im Staub, der vom warmen Wind aufgetrieben wird. Unsere Aufmerksamkeit richtet sich auf eine Bewegung in der Staubwolke rechts von der Holzhütte. Sehr langsam schält sich eine Gestalt aus dem Grau. Sie läuft sehr langsam mit leicht zitterndem Schritt. Mit der rechten Hand stützt sie sich auf einen Stab. Kein Gehstock. Ein heller trockener sehr alter schlanker Stab verziert mit Schnitzereien. Nach und nach erkenne ich in der Gestalt einen Indianer. Er ist alt. Sehr alt. Neunzig? Hundert? Sein Gesicht ist vom Wetter gegerbt, braungebrannt, hat tiefe Falten und er strahlt mich voller Freude an. Er ist in meinen Augen wunderschön mit seinem offenen dünnen weißen Haar, das ihm bis unter die Schultern fällt, dem schmalen Stirnband mit einer einzelnen Feder. Seine Augen strahlen einfach nur und ich gehe auf ihn zu, um ihn zu begrüßen. Einen Moment zögere ich, da er der Ranghöhere und Ältere ist, sollte ich wohl nicht die Initiative ergreifen. Doch er streckt mir mit nickendem Kopf seine Linke entgegen und drückt damit meine rechte Hand erstaunlich fest mit drahtiger rauer Hand. Dann streicht er mir damit über den Arm. ich bin sprachlos, aber wir brauchen auch gar keine Worte. Er nicht für seine Freude und ich nicht für meine neugierige Verwunderung. Der Leopard gehört irgendwie zu uns. Er steht immer noch da und verfolgt alles mit seinem Blick. Ohne jedes Zeichen von Aufregung oder Nervosität oder Fremdheit... dann wache ich auf
Als ich Father Bear meinen Traum erzähle fällt ihm der geschnitzte Stab auf und mir dann ebenfalls. Der Stab ist alt und das Holz grau von vielen Wintern und Sommern. Es muss Wurzelholz sein, denn es ist wie gedreht oder als winde sich eine Schlange an dem Stab herauf. Er war wohl kein einfacher Indianer, sondern ein Medizinmann... ja ja - die Schlange schon wieder. Ich kann nicht schneller schnitzen =)

13.04.2011: ich schnitze weiter an der Schlange und nach einer Weile fällt mir auf, dass ich mit ihr rede, sie locke, ihr sage, dass ich sie gerne sehen mag, die Schöne... Inzwischen hat sie noch zweimal ihr Gesicht verändert. Erst schaute ich sie an und wusste plötzlich, was noch falsch ist und welcher Schnitt noch nötig ist. Das tat ich dann und bald wirkte ihr Gesicht lebendiger. Am Kopf war es so, dass ich mit dem Messer abrutschte und daraufhin - um den (vermeintlichen) Schaden auszubessern, die Kopfform ändern musste und nachdem ich das getan hatte erkannte ich, dass sie nun endlich so aussah, wie ich es mir vorgestellt hatte. DANKE!
PILAMAYE

14.04.2011 - Ich lese "die Erde liegt in unserer Hand" von Sun Bear und ich verstehe immer mehr, warum mein Weg so verlief, wie er es eben tat und warum ich es mir nicht eingebildet habe, mit dem Wind zu spielen, warum es MIR weh tut, wenn andere Menschen achtlos untereinander oder zu Mutter Erde sind...
Ich muss mit dem Lesen immer wieder aufhören, weil es mich schmerzt und weil ich es sacken lassen muss. Meine Beschleunigungskurve der letzten vier Wochen ist eh beachtlich. Vielleicht auch weil ich plötzlich das Ziel sehe und nicht mehr nur auf "es wird schon die richtige Richtung sein oder war es ein Umweg?" setzen muss.
Ich begreife, dass an meinem Stab als nächstes zwei Wolfspfotenabdrücke geschnitzt werden müssen. Wie soll das gehen? Ich schaue mir ratlos den Stab an und sehe: fast als wäre die Vorlage schon angezeichnet gibt es zwei Astlöcher, die die passende Form haben und nur noch herausgearbeitet werden müssen. Was sonst? Ich kann in den Stab ja nichts schnitzen, was nicht eh schon drin steckt. Es ist ja eher so, als würde ich mit der Schnitzerei aus ihm herausholen, was bereits angelegt ist ... ich weiß, ich wiederhole mich :-) doch es ist immer wieder eine schöne Erkenntnis!

17. bis 19.04.2011 - wir radeln von Westen nach Osten über Berlin dahin. Entlang des Havelradwegs, ein Stück auf dem Oder-Havel-Radweg und dem Radweg Berlin-Usedom. Wir kommen durch dichte Wälder und durch Flußauen. Wir erleben flaches Land und Seen, dichte Stadtbebauung und dörfliche Ruhe und alles das hat einen Einfluss auf uns. Wie wir miteinander umgehen, aufeinander zugehen, was wir uns fragen, worüber wir reden wollen, wie uns das Essen schmeckt und welchen Menschen wir begegnen. Wenn wir uns der Führung überlassen und ´gute Verabredungen treffen können, oder wieviel schwerer es ist, die richtigen Orte zu finden, wenn man wegen der äußeren Umstände nicht gut mit sich selbst ins Reine kommt.
Es sind alles gute Erfahrungen. Sie lehren uns etwas über das Leben, über uns, über Mutter Erde und die Energien um uns herum.
Ich träume von einem Regenbogen. Die Farben sind nicht in der üblichen Reihenfolge und das Violett scheint wie hinter einem Schleier verborgen. Ich kann den Regenbogen berühren, den neblig weißen Schleier wegwischen und bemerke, dass der Nebel eigentlich weiße Fäden im zarten Violett sind und dorthin gehören. So wie ein Achat von Violett bis weiß alle Farben besitzt...
Auf unseren Wald-Radel-Strecken sehe ich unglaublich viele Tiere. Aber immer wenn ich eines nochmal genauer anschauen will, ist es wie vom Erdboden verschluckt. Ich verstehe das nicht. Father Bear sagt, dass ich sie eines Tages alle _richtig_ sehen werde. Dennoch verstehe ich nicht, warum sie mal solche und solche Gestalt haben. Ich treffe doch immer viele Tiere. Wenn ich laufen bin oder wenn ich durch den Wald streife, wenn ich zur Arbeit fahre oder heimkehre. Überall sind sie. Sie lassen mich nah heran und flüchten spät oder gar nicht. Warum sehe ich sie also jetzt "nur" als Geister/Schatten und sonst real?

20.04.2011 - Abends im Garten unterm Sternenzelt. Gerade habe ich mich für alles bedankt, was mir Gutes widerfährt, was ich lernen, sehen und erleben darf. Da bitte ich die Geister um einen Traum. Nachts aufstehen und schnitzen kann ich heute nicht - ich bin zu erschöpft körperlich. Aber im Traum lernt man doch auch viel und darum ist das vielleicht heute ein guter Weg, dass ich mich im Schlaf weiterbilde(n lasse).
Ich träume in dieser Nacht; dass Father Bear umhüllt von einem grauen Umhang im Zentrum unseres Gartens sitzt. Ein kleines Feuer brennt. Zwei Pflanzen kommen zu ihm. Eine ist zartgrün und sehr klein mit Wurzel. Ich sehe auch kleine gelbe Blüten, denke, dass sie an derselben Pflanze sind. Er erklärt mir, was die Pflanzen bedeuten. Ich höre zu.
Kurz danach erwache ich von meinem eigenen Jammern und Hin- und Herwälzen aus dem Schlaf und einem ganz anderen Traum. An meinen Oberschenkeln summt es wie verrückt. Mein Herz klopft wild. Als ich wach genug bin, um mich zu orientieren, erinnere ich mich an meinen Traum, bzw. mein Gespräch:
Meine inneren Führer und Lehrer haben mein Wurzelchakra gereinigt - darum summt es bis knapp über den Knien. Sie haben mir auch gesagt, dass ich keine Angst haben muss und es nur der nächste Schritt ist und alles gut ist. Dennoch hat mich das körperlich zu spürende Summen so erschreckt, dass ich davon wach wurde. Nun, da mir das Tarumgespräch einfällt bin ich ruhiger, finde SOFORT wieder zurück in den Schlaf und der Traum bzw. das Gepräch oder die Behandlung durch meine inneren Führer setzt sich nahtlos fort. Auch am nächsten Morgen ist das Summen noch deutlich spürbar und auch an allen folgenden Tagen kann ich es wahrnehmen. Es verändert mich sehr. Ich bin verbundener mit der Energie der Erde. Nicht mehr "nur" dass ich mit ihr im Geiste reden kann, sie verstehen wahrnehmen und spüren... Jetzt habe ich auch Wurzeln. Bisher war ich als Drachenkind wohl stärker noch woanders verankert.
Father Bear kommt am Nachmittag zu mir. Auf der Radtour hat er Blumen getroffen und sie mit zu mir gebracht. Ein blühender Forsythienzweig mit über und über kleinen leuchtend gelben Blüten und ein kleines zartgrünes Farn mit Wurzeln. Ich pflanze den Farn gleich im Schatten des Gartens und gieße ihn. Dann stelle ich die Forsythien in eine Vase auf die Terrasse, wo sie mit der Sonne um die Wette leuchten. Später als wir zum Osterfeuer spazieren, erzähle ich Father Bear meinen drei Träume. Er bleibt stehen und fragt mich: "Was für Blumen habe ich Dir heute vom Radeln mitgebracht?!" und ich verstehe, dass sich grade mein Traum erfüllt hat: Father Bear erklärt mir, was die beiden Pflanzen bedeuten. Ich hatte bis dahin die Verbindung noch nicht hergstellt. Ich muss schmunzeln, denn sonst bin ich immer schnell damit, meine Träume im Leben wieder zu entdecken. Nur heute hab ich es grandios verpennt, damit sich ALLES erfüllen und ER es mir erklären kann LACH

25.04.2011 - wir spazieren durch die kleinen grünen Oasen Teltows. Wir sehen erstaunlich viele Vögel, dafür dass hier so wenig unberührte Natur ist. Wir schlafen in der Sonne, umarmen uns und später erzähle ich Father Bear von dem Adler, den ich live gesehen habe vor gefühlten 5 Jahren. Er schaut mich ernst an und sagt, ich soll das alles aufschreiben. Das mache ich schon, sage ich ihm und später fällt mir auf, dass ich sogar vor vielen Jahren schon meine Geschichten wichtig genug fand, um sie aufzubewahren, bevor ich noch die Zusammenhänge erfassen konnte! Ich schaute nach und fand sogar die Adler-Begegnung niedergeschrieben. Aber noch besser: das war schon 2001, dass ich den Adler sah. Ist also 10 Jahre her. So lange schon arbeitet alles auf den heutigen Tag hin :-)
Alle Tiere, die ich schon war, alle Begegnungen, die ich schon hatte, mit denen ich mich auseinandersetzen musste. Drachen, Adler, Bär, Fischotter, Falke ... ich habe sie alle schon aus dem Innen heraus erleben dürfen. Sie haben mich in ihrer Energie erleben lassen, wie es ist, SIE zu sein. ich war ein Teil von Ihnen und nun sind sie ein Teil von mir. Über allem wachte der große Geist und wusste wohl, dass ich heute hier sein würde ...

"Der einzige Zweck der Zeit besteht darin, zu verhindern, dass wir alles auf einmal erleben."

30.04.2011 - ich träume, dass ich in einer S-Bahn sitze. Meine schwangere Kollegin DK verteilt vom Bahnsteig aus Zitroneneis in den Wagon hinein. Die S-Bahn pfeift zur Abfahrt und mein Vater will DK und ihr Eis-Unterfangen retten, indem er zum Fahrerhaus eilt und die S-Bahn aufhält. In dem Moment, als er am Führerhaus ankommt fährt die Bahn los. Ich sehe, dass er nicht mehr abspringen kann, aber auch nicht mehr einsteigen. Nun hält er sich von außen an der Bahn fest, während diese losfährt. In mir schreit alles. Ich versuche nach vorne zu kommen, um die Fahrerin aufmerksam zu machen, doch ich komme nur auf zwei Meter an sie ran, da versperrt mir eine Glasscheibe den Weg. Sie unterhält sich mit einer anderen Kollegin von mir und bekommt nichts von dem Drama mit. Scheinbar kann ich rufen und klopfen wie ich will... Erst nach gefühlten Stunden der Angst um meinen Vater hält die Bahn endlich an.
Es ist auf halb offener Strecke nachdem wir schon über ein großes Wasser (Brücke) und durch dichte Bebauung gerast sind. Mein Vater geht zu Boden und ich will, ich muss aus der Bahn endlich raus und zu ihm!!! Doch als ich endlich eine Tür offen habe ist da die Strom führende Schiene. Ich bete zu Wakan Tanka, dass ich die richtige Stelle erwische beim Springen, hole nochmal tief Luft und stoße mich ab. Mein Sprung endet auf einem silbrigen Streifen, den mein rationales Hirn als den Stromleiter identifiziert hatte, aber ich lebe. Kein Stromstoß tötet mich - danke großer Geist!!! Ich schubse alle Schaulustigen beiseite und auch die Offiziellen, die inzwischen zur Stelle sind und halte erst ein, alle umzufegen, als ich neben meinem Vater kniee. Er ist bereits medizinisch versorgt mit Tropf und Sauerstoffschlauch. Aus seiner Nase blutet er. "Ich hatte Angst um Dich" sage ich ihm und er antwortet leise "als wir über das Wasser gefahren sind hatte ich Angst, dass meine Hände mich nicht mehr halten und ich hinunterstürze" ...
Mit Schreck wache ich auf, will reflexartig aufs Klo gehen und pralle im vollen Gange gegen das große Bild an meiner Zimmerwand. Ich taste und finde nur das Glas von dem Bild (wie die Glaswand eben im Traum) und erst gefühlte Ewigkeiten später finde ich die Tür und kann sie öffnen, um aufs Klo zu kommen...
Danach träume ich wieder. Ich muss mit meinen Kindern die Heimat verlassen. Es gibt keinen anderen Weg als über ein riesiges Gewässer zu schimmen. das sind bestimmt fünf Kilometer und ich sorge mich, ob die beiden das durchhalten. Es geht aber nicht anders. Wir MÜSSEN das schaffen und auf das andere Ufer kommen. Es gibt Schiffe und eine Hafenanlage, die für Schwimmer kreuzgefährlich sind. Trotzdem muss es sein. Die Wasseroberfläche wirkt ölig, aber zum Glück stellt sich heraus, dass es nur Blütenstaub ist und darunter ist das Wasser klar und gesund. Wir kommen gut voran und durch meine Sorge um das Wohl der Kinder bin ich von meiner eigenen Erschöpfung abgelenkt. Kein Psycho-Tief wie beim Marathon kann mich vom Ziel abbringen. Außerdem sind in der Tiefe es Wassers große Tiere. Sie meinen es gut mit uns. Ihre Anwesenheit beruhigt mich... so erreichen wir letztlich das ersehnte Ufer an einem breiten Steg. Es Hotel ist direkt dahinter und mir fällt auf, dass wir halbnackt ohne Hab und Gut oder Reiseutensilien hier sind. Doch die Peinlichkeit ist nicht von Dauer. Jetzt sind wir in Sicherheit. Das ist es, was zählt.
Weil Father Bear nicht da ist (10 Tage in München) und ich sogar im Schlaf nach ihm suche, erwache ich später morgens quer in meinem Bett. Auf meiner Suche muss ich mich wie eine Kompassnadel herum gedreht haben. Das erklärt, warum ich nachts gegen die Wand lief - ich kam an einer ganz anderen Stelle aus meinem Bett geklettert als gedacht und die Tür war daher auch nicht da, wo ich sie erwartet hatte. Sah bestimmt lustig aus =)
Ich habe am Medizinstab weiter gearbeitet und bekam Unterstützung von Luc und Tessa. Auf diese Weise aktivieren sich zusätzlich zu den Kräften des Wolfes auch das männliche und weibliche Prinzip!
Das Jahr kommt schneller zur Sache als sonst. Die ersten Vögel sind schon fast flügge, die Obstbäume sind schon verblüht und das Grün ist zwar noch frisch aber schon dunkel - nicht mehr frühlingshell/zart - dabei ist noch April! Der Winter kann wohl wirklich schon im September/Oktober kommen... dann müssen wir unsere Taschen eher packen als gedacht. Die Veränderungen werden deutlicher werden.

01.05.2011 - gestern Abend beim Schlafengehen sind Luc und Tessa bei mir. Luc legt sich links halb auf mein ausgestrecktes Bein und Tessa schmiegt sich in meine rechte Armbeuge. Wenn ich aufhöre, sie zu kraulen, schubst sie so lange mit dem Kopf, bis ich wieder anfange. Ich frage mich, ob auch die anderen Tiere und Kräfte, die sich im Medizinstab zeigen, hier bei mir präsent sind und tatsächlich kann ich den Adler in unserer Nähe im Wald ausmachen und die Schlange neben meinem Schrank in einer ungestörten Ecke meines Zimmers. Darüber schlafe ich ein: im Schlaf kann ich mit Fahter Bear sprechen, ihm sagen, dass er mir so sehr fehlt, dass ich jede Nacht mein Bett nach ihm absuche. Er lächelt und antwortet, dass ich Tunkashila um FÜNF bitten soll. Ich wache auf und weiß nicht, um was FÜNF ich bitten soll. Fünftausend Euro? Fünf Patienten pro Tag? Fünf Träume? Fünf Botschaften? Fünf Tage?
Vormittags und Abends arbeite ich weiter an dem Medizinstab. Tessa ist die ganze Zeit bei mir und mir fällt auf, dass die beiden Wölfe genau seitdem wieder bei mir sind, seit ich den Luc-Wolfstein ständig bei mir habe. (Den Tessa-Stein habe ich wie "geplant" verschenkt.) Ich hatte den Luc-Stein bis dahin im Büro liegen, als tröstliches warmes Relikt für die Zeiten, in denen ich es dort schwer aushalte. Dann habe ich ihn vor mich auf den Tisch gelegt oder in die Hand genommen. Jetzt trage ich ihn zusammen mit dem weißen Herzstein, den mir Father Bear geschenkt hat immer bei mir oder habe ihn zumindest in meiner Nähe und prompt sind die Wölfe da! Dass er so eine Wirkung haben könnte, hatte ich nicht gedacht.
Während des Schnitzens frage ich Tessa immer wieder, wie es sich anfühlt, ob ihre Fährte so richtig aussieht und es so passt? Erstmals bei meinen Schnitzarbeiten benutze ich Sandpapier zum Glätten für kleinere Konturen. Ich bin ziemlich zufrieden mit mir, auch wenn die beiden Pfotenabdrücke noch nicht gänzlich fertig sind. Es sind noch ein paar Feinheiten zu tun. Mir fällt auf, dass direkt oberhalb der beiden Spuren ein weiteres ehemaliges Astloch sitzt, welches die Form eines Auges hat. Ich arbeite das Auge heraus und spüre, dass es zu den Wölfen gehört. Es ist ein wachsam beobachtendes Auge. Wie alles beim Schnitzen legt es sich in meine Hände, wenn ich es erst einmal beginne. Vorher denke ich oft, dass ich das technisch gar nicht können kann und wenn ich den ersten Schnitt setze geht es wie in einem Fluss.
Als ich später ein Stück durchs Land radel und auch beim abendlichen Spaziergang sind Luc und Tessa dabei. Während Luc wild übers Feld jagt und sich austobt, bleibt die Wölfin an meiner Seite. So dicht, dass sie mich die ganze Zeit über berührt und ich sie warm an meinem Schenkel spüren kann. Sie gehört scheinbar zu mir und nicht zu jemand anderem, wie ich damals dachte. Ich freue mich. Du bist herzlich willkommen meine Schöne!

02.05.2011 - ich wache zu früh auf. Mit Schreck und Herzklopfen und ich glühe trotz offenem Fenster. Über Nacht sind nur noch 4 Grad, obwohl Bruder Sonne bereits vor Sonnenaufgang strahlend zu ahnen ist. Als ich mich beruhigt und abgekühlt habe kann ich nicht mehr einschlafen und beim rumdrehen im Bett fallen mir die beiden Steine in die Hände. Offensichtlich habe ich sie gestern Abend mit ins Bett genommen =).
Lächelnd spüre ich mich zu den Wölfen. Tessa steht in diesem Moment auf und trabt los. Ich schaue ihr nach. Um sie herum ist es dunkel. Wohin geht sie? Sie? Die Anhängliche geht weg? Während ich mich ich mich in die Gestalt des Wolfes einfühle wird mir klar, dass ich immer EIN WOLF war - nie EINE WÖLFIN. Danke, dass DU jetzt da bist Tessa und ich diesen Teil auch lernen darf!
Tessa führt uns zu einer Lichtung im Wald. Dort wo ich gestern den Adler gepürt habe. Und ich fühle, dass auch die Schlage hierher gehört. Nicht in mein Schlafzimmer. Es ist ein besserer Ort für die Tiere und auch für mich. Darum hat sie uns hierher gebracht. Danke!

03.05.2011 - wenn ich mich jetzt zu den Wölfen hinspüre bin ich immer sofort im Wald. Auf dem Flecken geschützter Erde von gestern. Das tut mir gut. Zusätzlich zur Nähe und Vertrautheit der Tiere habe ich nun auch die Möglichkeit, meine Energie aufzutanken, als würde ich einen realen Waldlauf machen.
Wenn ich übrigens die Steine nicht bei mir habe sind die Wölfe nicht so präsent. Es hatte sich zufällig so ergeben, dass sie zu Hause geblieben waren und nach drei Tagen fiel mir auf, dass ich dann nicht nur die Steine nicht bei mir habe, sondern auch die Wölfe weit entfernt sind.

04.05.2011 - Ich müsste so ein Isolierkissen, wie ich es zum Wandern habe, hier im Büro haben. Da ich mittags immer raus gehe und mich gern dort ein wenig hinsetze wäre das praktisch! Die Mittagspausen sind so wichtig für mich. Es geht mir so viel besser, wenn ich in der Natur bin, auftanken kann udn nichts büromäßiges denke...
Am nächsten morgen liegt an der Tram-Haltestelle ein kleines silbernes Isolierkissen. Allerdings traue ich mich erst 24h später, es aufzuheben. Nach dem saubermachen ist es wie neu. Man kann es klein zusammen falten und ich freue mich wie blöde, dass ich nun mittags keinen kalten Po mehr bekomme, wenn ich mit der Natur sprechen gehe.

05.05.2011 - ich bin sooo traurig, dass Father Bear nicht hier bei mir in der Nähe ist... das gibts doch gar nicht! Es ging immer OHNE ihn und nun? Ich bin doch frei und unabhängig oder etwa nicht?!... Ich bin wütend, weil ich so traurig bin und überhaupt ist alles durcheinander.
Ein bisschen Hirnmasse ist noch reaktivierbar und so komme ich auf den Gedanken, dass ich meine Gefühle transformieren kann. Für die goldene Spinne in der Praxis. Ich gehe in mich, sammle alle Energien zusammen. Sie wirken sehr dunkel und wie ein schwarzes Loch ziehen sie anderes an sich heran (um ihre Lieb-Leere zu füllen?)... was soll ich denn daraus transformieren? Einen Moment der Konzentration, dann formt sich eine schwarze Orchidee. Sie ist schön, aber da sie so voll Trauer steckt und keine Liebe enthält, mag ich sie meiner goldenen Spinne nicht geben. Ich konzentriere mich weiter und dann fallen die schwarzen Blütenblätter ab und zum Vorschein kommt eine goldene Rose. Die ist jedoch hart wie Stein. Als ich sie der Spinne geben will merke ich, dass die damit nichts anfangen kann. An den schwarzen Orchideenblättern aber ist sie sehr interessiert. Ich will sie noch davon abhalten, aber da hat sie sie schon genommen.
Ich warte, ob was passiert. Offensichtlich geht es der Spinne aber blendend damit. Im Gegenteil. Sie wirkt kraftvoll und alles. Die Rose allerdings... was mach ich mit der denn? Vielleicht passt sie in das Netz? Oh ja! Das ist gut. Das Gold der Rose verbindet sich mit den Netz-Fäden und verstärkt sie. Ich kann das aus der Vogelperspektive sehen. Klasse!
Später denke ich drüber nach und meine, dass meine Spinne ja aus transformierten Energien entstanden ist. Darum kommt sie mit Trauer und Wut gut klar - es ist ihr Lebenselixier - Sie transformiert daraus für sich, was sie zum Existieren braucht. Cool! Dann kann ich statt immer ein schlechtes Gewissen zu haben, mich jetzt immer freuen, wenn ich Wut oder Trauer habe - ich kann es sammeln, konzentrieren und gebe es meiner Spinne. Sie erstarkt dadurch und das widerum hilft mir weiter. Toll! Ich freue mich wie verrückt.

06.05.2011 - ich träume, dass mich beim Laufen eine Frau auf einem Fahrrad von hinten nett anspricht. So sinngemäß, dass ich so schnell bin und sie es toll findet, mich immer beim Laufen zu sehen. In einem zweiten Traum begegne ich den Wölfen. Einen sehe ich ganz konkret, die anderen weiß ich sind im Hintergrund des Waldes. Dieser eine Wolf ist zu schmal und hochbeinig, sehr helle Farbe. Er steht unter hohen Bäumen im Gras und schaut mich an.
Nachmittags läuft in aller Seelenruhe 3 m vor meinem Auto ein Fuchs über die Straße. Ich halte an, damit er unbeschadet bleibt. Er ist sehr hell gefärbt und zu schlank und hochbeinig. Ich denke, es ist eine Fehe, auf der Jagd nach Kleintieren für ihre Jungen. Sie verschwindet zwischen hohen Bäumen und Gras auf der anderen Straßenseite.
Ich gehe Laufen und ohne, dass ich sie vorher recht wahrgenommen habe, ruft mir die FFW-Frau, die ich immer nur auf ihrem Fahrrad sehe, von hinten nach, dass sie das auch mal machen müsste, so schnell zu laufen. Ich gebe ihr das Kompliment zurück und rufe ihr zu, dass sie dafür mit dem Rad immer sehr schnell ist.
Kann man das LErnen, Träume zu übersetzen?

07.05.2011 - Ich muss nachts im Traum ein Atomkraftwerk abschalten. Ich kleines Licht! Da die anderen Menschen nur reden und die Zeit davonläuft, in der noch etwas zu retten ist, schleiche ich mich aus der überflüssigen Versammlung und mache mich auf den Weg. Halb auf dem Weg aus dem Gebäude hinaus kommen mir die Jungs entgegen, die auch mit den Sternenmenschen in Kontakt sind. Ich beuge mich zu ihrem Anführer (9 oder zehn Jahre, ovales Gesicht, Brille) hinunter und sage ihm, "ich muss das Ding abschalten gehen. Bevor es zu spät ist." Er nickt und gibt mir ein Werkzeug in die Hand. Eine Art Würfel aus eloxiertem Eisen, auf jeder Seite ein Innenvierkant, Größenverstellbar, die Griffe abgeflacht und drehend gelagert, damit man in jeder Position die maximale Hand-Kraft (wie bei einer Flügelmutter) nutzen kann. Ich drehe den Vierkant in meinen Händen und bin schwer beeindruckt, dass die Kids so etwas stoffliches von den Sternenmenschen bekommen konnte. Ich bedanke mich HERZlich und füge hinzu "Wenn ICH es nciht schaffe, müsst ihr da rauf gehen und es tun!" Der Kleine nickt, obwohl es für ihn noch schwerer sein muss, als für mich. Draußen ist es dunkel. Es muss geregtnet habe, denn alle Straßen sind nass. Hier drinnen ist Neonlicht und darum sehe ich in der Fenterscheibe mein Spiegelbild. Ich bin nicht Spealing Heart, sondern ein Mann. Dunkles welliges Haar, etwa meine Größe (174), ein bisschen südländischer Einschlag. Ich muss dort draußen den Berg hoch. Oben steht ein schneller Brüter - den runden Teil unter der Kuppel - da muss ich rein und ich spüre, dass die blonde Frau schon auf dem Weg dorthin ist. In meinem Traum sieht sie aus wie ich (speaking Heart).

08.05.2011 - ich träume, dass aus unserem Wasserhahn nur schmutziges Wasser kommt. Man muss es irgendwie auf die richtige Weise laufen lassen, damit Sauberes kommt. Oder einen Knopf drücken oder so?
Nachmittags basteln meine Eltern an einer Pad-Kaffeemaschine - es kommt immer nur dreckiges Wasser raus, bis sie den richtigen Knopf oder die korrekte Bedienungsweise finden.
LACH Ja ja, ich arbeite weiter an meinen Traum-Translations =)
Abends im Garten sehe ich den armen erfrorenen Maulbeerbaum an. Es war so plötzlich noch einmal ein Nachtfrost gekommen, dass viele Pflanzen schwer gelitten haben. Danach war es wieder sengend warm geworden mit viel Wind. Jetzt bräuchte der Maulbeerbaum Wasser und angenehme Wärme zum erholen. Dann kann er sicher neue Blätter treiben. ich streichle seine Rinde, lasse ihm von meinem Herzchakra Liebe zufließen, rede mit ihm und bitte Tunkashila um Kraft für den Baum. Laut überlege ich, dass ein Regen gut wäre, aber am Himmel steht keine einzige Wolke und bei 26°C im Schatten wird auch keine auftauchen. Also sage ich laut zum Baum, dann wird es wohl noch drei Tage dauern. Vielleicht gibt es Donnerstag ein Gewitter mit schönem Regen und danach wird es ja wieder warm, damit meine Tochter ihre Jugendweihe feiern kann. Nach einer Weile meines Redens und Beliebens scheint der Baum zu glühen. Er ist wie in orange-gelbes Licht getaucht. ich schaue mich um, ob Bruder Sonne ihn anstrahlt, aber der ist schon verschunden und der ganze Garten hinter mir ist dämmerungsgrau. Nur wenn ich den Baum anschaue ist da oranges Licht. ich teste noch zweimal ob ich eine optische Täuschung habe (denn so klar habe ich noch nie mit meinen weltlichen Augen eine Aura sehen können), doch es bleibt dabei: Er strahlt. Ich nehme das als Zeichen des Gelingens und dass er wieder fit wird. Damit nichts schief gehen kann schleppe ich noch vier große Gießkannen Wasser zu ihm - bis Donnerstag ist lang.

09.05.2011 - Morgens am Wegrand sitzen 20 Wildgänse und bereiten sich auf ihren Start vor. Sie sehen wunderschön aus.
Im Laufe des Tages habe ich Gelegenheit, mich von meinem Kollegen aufklären zu lassen, dass er soeben im Wetterbericht gehört habe, dass es noch bis Mittwoch schön bleibt und dann am Donnerstag gibt es Gewitter, danach wird es wieder freundlich. Ich muss grinsen, was er gar nicht versteht.

11.05.2011 - meine Mittagspausen am Templiner See tun mir gut. Das ist viel besser für mich, als in der Kantine zu essen, den immer wieder ähnlichen Gesprächen über das Speisenangebot beizuwohnen oder immer wieder Unzufriedenheit über die Arbeit, Chefs, Kollegen anzuhören. Dort gibt es große Fenster, aber keine frische Luft und nichts Natürliches. Auf den Tischen stehen Kunststoffblümchen...
Am See unten kann ich dank des gefundenen Iso-Kissens jetzt mit trockenem Po sitzen, den Vögeln lauschen, die Wellen beobachten, mein Brötchen essen und auftanken. Eine Liebelle landet auf meiner Schuhspitze. Sie ist schwarz mit hellen Punkten an den Seiten. Ich sage ihr, wie hübsch sie aussieht, dann fleigt sie davon und schickt mir ihren hellgrünen Kumepl, der auf dem Suam von meinem Kleid eine Rast einlegt. Ich will ihn fotografieren, aber Ich bin zu langsam mit dem Handy.
Mein Blick schweift über dne kleinen Strandplatz. Nach den Wochenenden sieht es am See oft schlimm aus. Jugendliche machen dort gern Lagerfeuer und Grillparty, lassen aber ihren ganzen Dreck liegen. Oft nehme ich meine Brötchen-Verpackung dann als Müllbeutel, um den schlimmsten Müll zweihundert Meter weiter in eine Tonne zu werfen. Ein paar Mal habe ich mir extra Handschuhe udn eine große Tüte mitgenommen, weil wirklich viel Zeug herum lag. Ein Mülleimer dort am Strand wäre gut. Sicher würden ein paar der jungen Leute den tatsächlich benutzen, statt alles liegen zu lassen.
Während ich darüber nachdenke kommt ein Mann hier herunter zum Strand, nickt mir zu, schaut dann auf die Lilien, geht ganz dicht ans Schilf und ich frage mich, was er tut. Dann verschwindet er und kommt kurz darauf mit einem Fotoapparat in der Hand zurück. Er macht Bilder vom Schilf und den Lilien, aber dabei geht er so komisch dicht ran, dass es mich wundert.
Weil meine Pausenzeit um ist gehe ich langsam zurück und auf dem Weg steht ein Jeep. Landeshauptstadt Potsdam liegt vorn ein Schild hinter der Windschutzscheibe. Achso! Der Mann ist von der Stadt. Hinter mir höre ich Schritte und da er direkt auf mich zukommt und sieht, wie ich sein Auto beäuge, spreche ich ihn an.
Ich: "Ich habe gesehen, dass sie von der Stadtverwaltung kommen."
Er: "Ja. Ich komm öfter her. Libellen beobachten."
Ich: "Achso - darum die Fotos."
Er: "Ja ja - ich hab hier eben eine Besonderheit entdeckt. Leider habe ich keinen Köcher dabei."
Ich: "Was machen Sie denn dann mit den armen Libellen?"
Er: "Also nur fotografieren und katalogisieren. Dann lass ich sie ja wieder frei. Sind Sie denn auch oft hier?"
Ich: "Ganz oft in meiner Mittagspause. Das ist schöner als in der Kantine." ... Ich lobe die Schönheit der Libellen, von denen sich ja gerade vorhin noch eine auf meinen Schuh und eine andere auf meinen Kleidersaum gesetzt hat, bevor ich ihn frage: "Sagen Sie, könnten Sie sich vielleicht bei der Stadt dafür einsetzen, dass hier ein Mülleimer aufgestellt wird? Die Jugendlichen werfen hier so oft Dreck in die Landschaft und ich sammle das oft ein. Aber ich kann das nicht immer tun und vor allem ist das nicht in Ordnung, wenn Mutter Natur so geschändet wird."
Er: "Na darüber hab ich noch nicht nachgedacht. Aber vielleicht..."
Ich: "Wenn hier ein Mülleimer stehen würde, hätten es ihre Libellen auch gleich viel sauberer...?"
Am Ende unseres kurzen Gesprächs hab ich das Gefühl, dass er ernsthaft darüber nachdenkt, einen Mülleimer zu organisieren und in den Stadtreinigungsplan aufnehmen zu lassen. Vielleicht passiert ja demnächst was *grins*

16.05.2011 - Es ist wieder wärmer und sonniger geworden übers Wochenende. Prompt liegt heute am Strand wieder frischer Müll. Ein zerfetzter Einweggrill, ne leere Schnapsflasche, verbranntes Papier, eine leere Einkaufstüte ... ich sammle ein, was in meine Frühstückstüte passt. Neben der nassen schmutzigen Supermarkttüte liegt eine graue Feder. Von einer Taube? Ich lächle und sage mir, dass ich ja nicht ALLE Federn immer mitnehmen kann und diese hier vielleicht hier bleiben sollte. Dann wasche ichmir die Hände am See und genieße mein Mittag. Auf dem Rückweg komme ich wieder an der Feder vorbei. Ich bin schon einen Schritt vorbei, aber es drängt mich, sie nun doch aufzuheben, bevor sie zertreten und beschmutzt wird von anderen, die hier her kommen. Und als ich sie in der Hand drehe erkenne ich, dass es eine wunderschöne blau-hell-gestreifte Eichelhäherfeder ist. Wow! Ich bedanke mich und bitte die Spirits um Verzeihung, dass ich sie erst nicht nehmen wollte.
Der Eichelhäher begegnet mir regelmäßig auf meinen Joggingrunden. Er ist der Herold des Waldes und wenn ich komme ertönt sein Alarmschrei. Dann antworte ich ihm und er wieder mir - das geht dann vom Warnen in eine Art Dialog oder Gesang über und ich erfreue mich daran... Weil ich die Feder gefunden habe, lese bei wikipedia nach, was diesen Vogel noch so auszeichnet und ich finde interessantes Wissen!:
Im Frühjahr halten größere Trupps dieser schönen Vögel (wörtlich!) zeremonielle Versammlungen ab, deren genauer Zweck den Vogelkundlern bis heute nicht klar ist. Sie können außer ihrem eigenen typischen Warnruf auch Geräusche und andere Vogelstimmen täuschend echt nachahmen (darum "redet" der Eichelhäher also immer mit mir, wenn ich beim Joggen vorbei komme) und sie ziehen gern an Waldsäumen entlang ... Father Bear hatte mir gerade erst von einem Eichelhäher erzählt, der in auf seinem Spaziergang quasi begleitet hat - immer am Waldrand lang.
Danke an das Volk der Eichelhäher für diese schöne Feder und dass ich dadruch teilhaben darf an Euren besonderen Fähigkeiten!

17.05.2011 - Eine Patientin, die sehr aufgeschlossen für Meditationen und spirituelle Arbeit ist hat viel Kummer. Um ihr einen Weg zur Erleichterung zu aufzuzeigen, erzähle ich ihr am Ende unseres Termins von meinem Weg, die Energie von Kummer, Trauer oder anderen belastenden Gefühlen zu sammeln und zu transformieren. Sprich, zu schauen, was sich daraus formen lässt. Und sie sagt spontan, dass ihr Kummer eine große schwarze Kugel ist. Sie zeigt sie mir auf meinem Schreibtisch im Behandlungszimmer und ich kann sie sogar wahrnehmen. Weiter sagt sie, dass sie schon ein paar Mal darüber nachgedacht hat, alle ihre Probleme symbolisch in eine kleine Kiste zu legen und wegzustellen. Ich rate ihr, die Kummerkiste nicht in ihrer Wohnung aufzuheben, sondern GANZ loszulassen, sie unter einem Baum zu vergraben, wo Mutter Erde Humus daraus machen kann und so die alte Kummer-Energie für neues frisches Leben sorgen wird.
Abends zu Hause beim Beten fällt mir das wieder ein und ich denke mich zu meiner goldenen Praxis-Spinne. Ich will ihr sagen, dass sie die schwarze Kummerkugel meiner Patientin viellicht fressen kann, wenn sie mag, aber das ist längst geschehen. Meine Spinne lächelt und mir wird klar, dass sie ein großer Teil der Heilerfolge in meiner Praxis ist. Sie, die aus meinen transformierten Energien entstanden ist, kann auch aus dem Kummer anderer Menschen Energiefür sich ziehen und es geht ihr blendend damit. Sie selbst ist eine Art Transformator. Wow! Ich freue mich so sehr darüber, dass ich auf der Stelle herumhopse und dem großen Geist und meiner Spinne danke danke danke... Nun habe ich die Gewissheit, dass ich noch mehr Gutes für meine Patienten bewirken kann udn dass jeder Kummer und jede Trauer einem guten Zweck dienen: als Spinnenfutter, welches meine goldene Spinne strahlen und lächeln lässt. Hurra!

18.05.2011 - Am See habe ich heute Mittag Entengesellschaft. Eine Ente und später noch drei Erpel... ich sitze auf dem Boden und esse meinen Salat und die Tiere kommen bis einen halben Meter vor meine Füße gewatschelt und suchen in Ruhe nach Futter. Erst hatte ich vermutet, dass sie so nah kommen, weil sie es auf meinen Salat abgesehen haben, aber als ich ihnen etwas davon zuwerfe schauen sie es nur kurz an und scheren sich nicht weiter darum. Ich habe Gelegenheit sie anzuschauen. Gelbe Schnäbel, glänzendes Gefieder, jede hat ein anderes Gesicht ...
Auf der Fahrt in die Praxis lasse ich das Fenster runter. Von meiner letzten Fahrt ist noch das Radio an und neben mir im Auto auf der anderen Spur macht auch grad jemand sein Fenster auf und ich höre etwas von der Musik meines Nebenmanns. Ich muss schmunzeln, weil ich mir vorstelle, wenn zwei Leute den gleichen Sender hören, wie das sein würde. Da wird grün und ich fahre weiter. An der nächsten Ampel wird mein Radio lauter und ich wundere mich, wie das von selbst gehen kann. Während ich auf das Display starre, merke ich dass die Musik DRAUßEN lauter geworden ist udn nicht hier drinnen. Ich schaue hoch und da steht ein anderes Auto neben mir mit offenem Beifahrerfenster und der Mann hört den gleichen Radiosender LACH warum ist mir das in den letzten 20 Jahren Auto-Fahr-Praxis nie passiert, aber heute, wo ich grad drüber nachgedacht habe?

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